Die Nationale Einwanderungsbehörde Paraguays (Dirección Nacional de Migraciones, DNM) führte im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 2.425 Sicherheitsoperationen an Grenzen und Flughäfen durch. Dabei wurden über 1.300 Fälle von Ausreiseverweigerungen registriert. Die Maßnahmen waren Teil einer Initiative zur Stärkung der Sicherheit an den Grenzübergängen.
Zu den festgestellten Verstößen zählten Dokumentenfälschung, Versuche der illegalen Ausreise sowie Ausländer, die die gesetzlichen Einreisevoraussetzungen nicht erfüllten. Es wurden 1.338 Ausreisesperren verzeichnet, hauptsächlich aufgrund fehlender Reisedokumente, mangelnder Genehmigungen für Minderjährige und gerichtlicher Anordnungen.
Der Bericht verzeichnet zudem 867 Zurückweisungen von Ausländern wegen Nichteinhaltung der gesetzlichen Einreisebedingungen sowie 122 Ausweisungen gemäß dem Einwanderungsgesetz Nr. 6984/22. Des Weiteren gab es 73 Überstellungsverfahren und 25 Auslieferungen, die mit nationalen und internationalen Behörden koordiniert wurden.
Ein bemerkenswerter Fall betraf einen afghanischen Staatsbürger, der versuchte, mit einem kanadischen Pass, der einer anderen Person gehörte, nach Paraguay einzureisen. Außerdem wurden Personen identifiziert, die international zur Fahndung ausgeschrieben waren, darunter ein Peruaner mit einem Roten Notice von Interpol unter Verdacht des internationalen Drogenhandels.
Venezuela führt die Liste der Zurückweisungen mit 299 Fällen an, gefolgt von Brasilien (201) und Argentinien (149). Während internationaler Sportereignisse wurden Fans an der Einreise gehindert, weil sie festgelegte Vorschriften nicht einhielten, darunter 25 Argentinier in Puerto Falcón-Clorinda und 11 Fans des kolumbianischen Clubs Junior aus Barranquilla.
