Paraguays Zentralbank bereitet regionale Auslandsüberweisungen vor

Paraguay beteiligt sich mit Chile, Kolumbien, Peru und Uruguay am Projekt Lúmina des Lateinamerikanischen Reservefonds. Es soll internationale Überweisungen so einfach machen wie Zahlungen im Inland.

Paraguays Zentralbank bereitet regionale Auslandsüberweisungen vor

Paraguays Zentralbank (BCP) beteiligt sich an der Entwicklung von Lúmina, einem regionalen Projekt für einfachere Zahlungen zwischen Ländern. Bankkunden sollen damit internationale Überweisungen ebenso leicht vornehmen können wie Inlandsüberweisungen. Dazu sollen die Sofortzahlungssysteme der beteiligten Länder miteinander verbunden werden.

Die BCP kündigte ihre Beteiligung am 30. September in einem offiziellen Beitrag in sozialen Medien an, den La Nación am 1. Oktober wiedergab. Das Video der Zentralbank beschreibt das Vorhaben als ersten Schritt, um Geldüberweisungen ins Ausland zu vereinfachen. Es stellt keinen bereits verfügbaren Dienst vor.

Das Projekt wird vom Lateinamerikanischen Reservefonds (FLAR) vorangetrieben. Beteiligt sind die Zentralbanken Paraguays, Chiles und Uruguays, die Bank der Republik Kolumbien und die Zentralbank von Peru, Banco Central de Reserva del Perú. Sie wollen Erfahrungen austauschen, ihre Sofortzahlungssysteme stärken und deren Interoperabilität entwickeln: Unterschiedliche nationale Systeme sollen künftig miteinander kommunizieren können.

In Paraguay nutzen Überweisungen über Bankwebseiten und mobile Apps eine Infrastruktur, die sich seit der Einführung von SIPAP vor mehr als zehn Jahren weiterentwickelt hat. Das heute als SIP bekannte Sofortzahlungssystem erhält zusätzliche Funktionen, darunter Zahlungen per QR-Code. Diese Zahlungsart wurde zuvor hauptsächlich von Zahlungsdienstleistern angeboten.

Eine künftige regionale Anbindung könnte den Austausch von Waren und Dienstleistungen erleichtern, indem sie Zahlungen über Landesgrenzen hinweg vereinfacht. Die Ankündigung nennt jedoch weder einen Starttermin noch Gebühren, teilnehmende Geschäftsbanken oder Überweisungslimits. Die Beteiligung der Zentralbank ist bestätigt, während sich Lúmina noch in der Entwicklung befindet. Aus dem Beitrag geht nicht hervor, dass Kunden den Dienst bereits für Auslandsüberweisungen nutzen können.

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Quellen (1)

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