Der Haushaltsausschuss des paraguayischen Abgeordnetenhauses hat eine befürwortende Stellungnahme zum Gesetzentwurf abgegeben, der den Rechtsrahmen für den künftigen Vorortzug anpasst und Regeln für seine Umsetzung durch Regierungsabkommen (G2G) festlegt. Der Ausschuss unter Vorsitz der Abgeordneten Cristina Villalba (ANR, aus Canindeyú) billigte die Initiative, die das Gesetz Nr. 7434/2025 ändert und erweitert.
Zur Erläuterung des Projekts empfing der Ausschuss die Ministerin für öffentliche Arbeiten, Claudia Centurión, und den Präsidenten von Ferrocarriles del Paraguay S.A. (Fepasa), Facundo Salinas. Centurión erklärte, die Ausführung erfolge durch eine Zweckgesellschaft (SOE), gebildet aus Fepasa und Etihad Rail, dem staatlichen Eisenbahnbetreiber der Vereinigten Arabischen Emirate.
Die erste Phase des Zuges wird rund 18 Kilometer umfassen und bis Luque reichen. In einem zweiten Schritt sieht die Streckenführung eine Erweiterung um etwa 44 Kilometer bis Ypacaraí vor. Nach Angaben der Ministerin wird das System mehr als 40.000 Menschen pro Tag befördern können, mit Schwerpunkt auf Pünktlichkeit, Sicherheit und Komfort, und zudem zur Entlastung des städtischen Verkehrs beitragen.
Centurión hob auch strukturelle Auswirkungen hervor, wie die Raumordnung der Metropolregion sowie die Anziehung von Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Raúl Latorre, erklärte, die Verabschiedung des Projekts sei Thema eines Treffens mit Präsident Santiago Peña gewesen und habe „absolute Priorität“ auf der legislativen Agenda. „Die Frage des Vorortzugs hat Priorität. Im Gespräch mit Kollegen aus verschiedenen politischen Lagern sieht die Mehrheit dies positiv und versteht die Notwendigkeit, den Verkehr im Land zu verändern, zu revolutionieren“, sagte Latorre.
Das Projekt hat bereits die Zustimmung des Senats, und die befürwortende Stellungnahme des Ausschusses im Abgeordnetenhaus ebnet den Weg für die vollständige Verabschiedung und anschließende Verkündung.