Das Projekt der Vorortbahn hat an diesem Dienstag einen weiteren entscheidenden politischen Schritt gemacht. Der Haushaltsausschuss des Abgeordnetenhauses unter Vorsitz der Abgeordneten Cristina Villalba billigte einstimmig die von der Exekutive vorgeschlagenen Gesetzesänderungen, um die Ausführung des Vorhabens über Regierungsabkommen (G2G) zu ermöglichen.
Nach der Sitzung erklärte die Ministerin für öffentliche Bauten, Claudia Centurión, der Bahnplan habe die Ankündigungsphase hinter sich gelassen und schreite nun auf einer konkreten technischen Grundlage voran. Ihren Angaben zufolge sind die internationale Ingenieurplanung und Bauüberwachung bereits vergeben, und Fachleute aus den Vereinigten Arabischen Emiraten arbeiten bereits in Paraguay an der Projektentwicklung mit.
„Dieser Zug ist bereits in Gang, er hält nicht an, und mit der Unterstützung der Abgeordneten wird er in viel kürzerer Zeit Wirklichkeit werden“, sagte die Ministerin.
Die Regierung rechnet mit einem Baubeginn im ersten Halbjahr 2027. In der ersten Phase wird Asunción mit Luque verbunden – auf einer 18 Kilometer langen Strecke mit neun strategisch verteilten Stationen, darunter Ñu Guasu, das Paraguayische Olympische Komitee, der Botanische Garten und der Hauptbahnhof.
Ersten Schätzungen zufolge wird die gesamte Fahrt etwa 26 Minuten dauern und täglich mehr als 40.000 Fahrgäste befördern können, mit dem Ziel, den verstopften Verkehr im Großraum zu entlasten.
Das System wird zu 100 Prozent elektrisch betrieben – eine Eigenschaft, die nach Angaben des MOPC die Umweltverschmutzung und den städtischen Lärmpegel senken soll. Die Vorortbahn ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets zur Umgestaltung des öffentlichen Nahverkehrs, das auch die Einführung von Elektrobussen und neuen urbanen Mobilitätsdiensten umfasst.
„Das ist die Antwort, die die Regierung von Präsident Santiago Peña auf diese Forderung und das Leid der Bürger im öffentlichen Nahverkehr gibt“, schloss Centurión.