Peña verspricht Gesundheitsversorgung der „ersten Stufe“ trotz chronischer Engpässe bei Medikamenten und Fachpersonal in Paraguay

Präsident Santiago Peña eröffnete einen neuen onkologischen Block im Regionalhospital Caazapá und versprach die Dezentralisierung des öffentlichen Gesundheitswesens, doch die Zusage steht im Gegensatz zu anhaltenden Medikamentenengpässen und mangelhafter Infrastruktur.

Peña verspricht Gesundheitsversorgung der „ersten Stufe“ trotz chronischer Engpässe bei Medikamenten und Fachpersonal in Paraguay

Der paraguayische Präsident Santiago Peña eröffnete am Freitag einen neuen onkologischen Block im Regionalhospital Caazapá und erklärte, seine Regierung setze sich dafür ein, dass alle Paraguayer Zugang zu einer Gesundheitsversorgung von „erster Stufe“ erhalten. Begleitet von Gesundheitsministerin María Teresa Barán und lokalen Behörden, betonte Peña die Notwendigkeit der Dezentralisierung und Gleichberechtigung im Service.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass ein Paraguayer an fehlender schneller medizinischer Versorgung stirbt“, sagte der Staatschef. Er wies zudem darauf hin, dass das Nationale Krebsinstitut (INCAN) über das größte Budget seiner Geschichte verfüge und die Verfügbarkeit von Medikamenten sich verbessert habe. „Wir dezentralisieren“, fügte er hinzu.

Peña erwähnte außerdem die Bauarbeiten am Nationalhospital Itauguá (HNI), das er als zukünftiges „größtes und modernstes Krankenhaus Paraguays“ bezeichnete und das zu einer Referenz im südamerikanischen Raum werden könne. Ziel sei, die Versorgung in öffentlichen Zentren auf das Niveau zu heben, das wohlhabendere Paraguayer im Ausland, etwa im Albert‑Einstein‑Krankenhaus in São Paulo, erwarten.

Der neue onkologische Block wurde von der Gouverneursbehörde Caazapá über den Regionalen Gesundheitsrat errichtet; die Geräte wurden mit einer Investition von 668,7 Millionen Guaraní (etwa 90 000 US‑Dollar) der binationalen Einrichtung Yacyretá (EBY) angeschafft. Zu den Anschaffungen gehören biomedizinische Geräte und spezialisierte Möbel.

Die Präsidentenversprechen stehen jedoch im Kontrast zur Realität des öffentlichen Gesundheitssystems, das von chronischen Engpässen bei Basis‑Onkologie‑Medikamenten und einer stark zentralisierten Infrastruktur geprägt ist. Krebspatienten greifen häufig zu Benefiz‑Lotterien oder Klagen, um Behandlung zu erhalten. Die Generalinspektion der Republik kritisierte kürzlich das Gesundheitsministerium wegen gravierender Mängel bei der Medikamentenverwaltung und Buchführung.

Der onkologische Block in Caazapá stellt einen materiellen Fortschritt dar, doch seine Wirksamkeit hängt von politischen Maßnahmen ab, die eine kontinuierliche Medikamentenversorgung und qualifiziertes Personal in Regionen außerhalb der Hauptstadt sicherstellen. Darüber hinaus kann diese Entwicklung der Gesundheitsinfrastruktur die regionale Gesundheitskooperation stärken, zur grenzüberschreitenden Gesundheitssicherheit beitragen und das Investitionsklima im Sektor verbessern.