Präsident Santiago Peña hat das Gesetz Nr. 7683 verkündet, das das Kindes- und Jugendgesetz ändert, um die Höchststrafe der Freiheitsentziehung für Minderjährige in besonders schweren Fällen von 8 auf 10 Jahre anzuheben. Die Verkündung erfolgte am 9. Juli, nachdem das Abgeordnetenhaus den Gesetzentwurf am 16. Juni gebilligt hatte.
Die gesetzliche Änderung wurde durch den brutalen Mord an der 17-jährigen Jugendlichen María Fernanda Benítez angestoßen, der sich im Mai 2025 in Coronel Oviedo ereignete. Sie war zum Zeitpunkt ihrer Tötung schwanger, ein Umstand, der nach Ermittlungen das Tatmotiv gewesen sein soll.
Der verabschiedete Text legt fest, dass ein Richter in extremen Situationen eine Strafe von bis zu zehn Jahren verhängen kann, wenn er zu dem Schluss kommt, dass keine andere Maßnahme ausreicht, um die Erziehung, den Schutz und die Wiedereingliederung des Jugendlichen in die Gesellschaft zu gewährleisten. Die Entscheidung muss mit einer Bewertung der Schwere der Tat, der Beteiligung des Minderjährigen, seiner Vorstrafen und technischer Berichte begründet werden.
Der Senat hatte vorgeschlagen, die Höchstgrenze auf 15 Jahre anzuheben, aber die endgültige Fassung mit 10 Jahren setzte sich mit 43 Stimmen in der unteren Kammer durch. Das Gesetz hält an dem Grundsatz fest, dass die Dauer der Strafe erzieherische Zwecke und die Wiedereingliederung priorisieren muss und nicht die für Erwachsene geltenden strafrechtlichen Rahmenbedingungen.
