Die Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Asunción, Soledad Núñez, plädierte dafür, die Hauptstadt in eine "Schwammstadt" zu verwandeln, als zentralen Bestandteil ihres Regierungsprogramms. Den Vorschlag legte sie während eines Treffens mit Mitgliedern der Paraguayisch-Deutschen Handelskammer vor, wo sie ihre Hauptschwerpunkte erläuterte.
Núñez, die für das Oppositionsbündnis Unidos por Asunción antritt, erklärte, die Stadt habe eine Lösung und benötige eine neue Vision, die den Bürger in den Mittelpunkt stelle. Ihr Plan umfasst die Verbesserung öffentlicher Dienstleistungen, die Umstrukturierung des Straßen- und Verkehrssystems, den Kampf gegen Korruption und die Umwelterziehung der Bevölkerung im Umgang mit Abfällen.
Das Konzept der "Schwammstadt" zielt darauf ab, Regenwasser durch spezialisierte Infrastruktur wiederzuverwenden – ein Ansatz, der nach Aussage der Kandidatin in Asunción noch nie ernsthaft in Betracht gezogen worden sei. Sie betonte die Notwendigkeit von Klarheit bei Investitionen und ein Ende der Vorstellung, dass "die Dinge immer so bleiben, wie sie sind".
Neben Transparenz im Umgang mit den finanziellen und personellen Ressourcen der Stadtverwaltung versprach Núñez, der Straflosigkeit ein Ende zu setzen, und erklärte, sie werde nicht zögern, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, gestützt auf ihre frühere Erfahrung im öffentlichen Dienst. Sie schlägt außerdem eine Regierungsführung mit starker Beteiligung der Nachbarschaftskommissionen vor, die die lokale Realität kennen.
Die Kandidatin hob hervor, Asunción sei nicht arm, sondern eine Gemeinde mit sehr schlecht verwalteten Ressourcen. Ihre Vision ziele darauf ab, Chancen für Unternehmer, Entwicklung für Geschäftsleute und eine bessere Lebensqualität für alle Bürger zu schaffen.
