Staatsanwaltschaft klagt Miguel Prieto wegen mutmaßlicher Pflichtverletzung im Zusammenhang mit Geldern des Regionalkrankenhauses in Ciudad del Este an

Die Staatsanwaltschaft hat den ehemaligen Bürgermeister von Ciudad del Este, Miguel Prieto, sowie Sebastián Martínez Insfrán und die Stadträtin Valeria Romero wegen einer mutmaßlichen Verletzung von Vermögenspflichten bei der Verwendung von Mitteln des Regionalkrankenhauses angeklagt. Sie beantragte die Eröffnung eines öffentlichen Strafverfahrens; darüber muss zunächst eine Voranhörung entscheiden.

Staatsanwaltschaft klagt Miguel Prieto wegen mutmaßlicher Pflichtverletzung im Zusammenhang mit Geldern des Regionalkrankenhauses in Ciudad del Este an

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den ehemaligen Bürgermeister von Ciudad del Este, Miguel Prieto, sowie gegen Sebastián Martínez Insfrán und die Stadträtin Valeria Fabiana Romero Escobar wegen einer mutmaßlichen Verletzung von Vermögenspflichten im Zusammenhang mit der Verwendung von Geldern des Regionalkrankenhauses erhoben. Die Staatsanwälte beantragten die Eröffnung eines öffentlichen Strafverfahrens, doch darüber muss zunächst eine Voranhörung entscheiden.

Die Anklage wurde von den Staatsanwälten Yeimy Adle Monges, Verónica Valdez Rivas und Silvio Corbeta Dinamarca vor dem Wirtschaftsstrafgericht des 1. Turnus eingereicht. Laut Anklage soll Prieto als mutmaßlicher Haupttäter gehandelt haben; Martínez Insfrán und Romero Escobar werden als mutmaßliche Komplizen bezeichnet. Das Verfahren läuft unter dem Aktenzeichen 8.542/2020.

Laut der Anklage überwies die Stadtverwaltung von Ciudad del Este zwischen 2019 und 2022 G. 11.295.555.300 an den örtlichen Gesundheitsrat des Regionalkrankenhauses. Die Mittel stammten aus Gebühren, Mieteinnahmen und Entgelten für die Bussteige des Busbahnhofs und sollten für die Verbesserung der Infrastruktur, medizinische Geräte und Verbrauchsmaterialien verwendet werden.

Die Staatsanwaltschaft argumentiert, dass die Weiterleitung der Gelder durch den Gesundheitsrat die Vorschriften des öffentlichen Vergabegesetzes, Gesetz Nr. 2.051/03, sowie die Aufsicht der Nationalen Direktion für öffentliche Auftragsvergabe (DNCP) umgangen haben könnte. Die Ermittlungen nennen fehlende technische Planung, das Fehlen von Bauaufsichten sowie fehlende Nachweise über die Durchführung der Arbeiten. Institutionell ist der Gesundheitsrat relevant, weil die Staatsanwaltschaft ihm vorwirft, Krankenhausmittel außerhalb der regulären Planungs-, Vergabe- und Kontrollmechanismen verwaltet zu haben.

Der Gesundheitsrat unter dem Vorsitz von Walter García schloss laut Anklage acht Hauptverträge mit M&M Constructora und SERVMAQ ab. Laut Anklage fungierte M&M praktisch als Buchhaltungsbüro einer städtischen Angestellten und verfügte weder über die technische Kapazität noch über die Infrastruktur für die geplanten Bauarbeiten. Bei einem Vertrag über mehr als G. 3.075 Millionen sei eine Vorauszahlung von G. 500 Millionen geleistet worden, noch bevor die Angebote formal geprüft worden seien.

Ein Gutachten des forensischen Labors der Staatsanwaltschaft bezifferte den direkten Schaden für die Stadtverwaltung auf G. 757.166.276. Dieser sei auf unvollendete, nicht ausgeführte oder nicht zertifizierte Bauarbeiten sowie auf Kosten zurückzuführen, die die Staatsanwaltschaft als überhöht bezeichnet. Die Anklage stützt sich zudem auf Prüfberichte des Rechnungshofs, architektonische Gutachten und Bankunterlagen. Eine mögliche strafrechtliche Verantwortung wird noch von der Justiz geprüft.

Die Voranhörung wird entscheiden, ob der Fall vor Gericht verhandelt wird und ob ausreichende Gründe für die Eröffnung der Hauptverhandlung vorliegen. Es handelt sich um die dritte Anklage gegen Prieto: Der Prozess im Fall „Tía Chela“ begann am 31. August und betrifft den mutmaßlich unrechtmäßigen Kauf von 25.000 Lebensmittelpaketen während der Pandemie, wobei der Schaden laut Anklage auf G. 2.130 Millionen geschätzt wird. Zudem muss sich Prieto im Fall „Tajy“ wegen des Verdachts auf Verletzung von Vermögenspflichten, Verwaltung zum eigenen Vorteil und kriminelle Vereinigung verantworten; dort wird ein Schaden von über G. 300 Millionen untersucht.

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Quellen (5)

Aktualisiert: 07.09.2026, 08:08