Die Nationale Elektrizitätsverwaltung (ANDE) hat einen Gelben Alarm ausgelöst und rund 500 Techniker in 175 Teams mobilisiert, um auf die Stromausfälle zu reagieren, die durch starke Windböen im Land verursacht wurden. Der Notfallplan wurde aufgrund einer Unwetterwarnung aktiviert, die Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h vorhersagte, was das Risiko von umstürzenden Bäumen und Schäden an der Strominfrastruktur erhöht.
Die heftigen Winde haben auch im Agrarsektor erhebliche Schäden verursacht. Kleine Obst- und Gemüsebauern im Departamento Caaguazú verzeichneten millionenschwere Verluste, nachdem ihre Gewächshäuser zerstört wurden. Nach Angaben des Nationalen Bauernverbandes (FNC) bedeutet jede zerstörte Struktur einen geschätzten Verlust von bis zu 13 Millionen Guaraní, was die Landwirte in eine kritische wirtschaftliche Lage bringt und ihnen die Mittel für den Wiederaufbau fehlen.
In der Region Misiones haben die Winde Waldbrände angefacht, die in den Distrikten San Ignacio, Santa María, Santa Rosa und Ayolas rund 300 Hektar Land verbrannten. Freiwillige Feuerwehrleute arbeiteten tagelang daran, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, die Häuser bedrohten und Wildtiere zur Flucht aus ihren Lebensräumen zwangen. In Ayolas breitete sich das Feuer schnell aus und gefährdete die lokale Artenvielfalt.
Die Direktion für Meteorologie und Hydrologie (DMH) teilte mit, dass die Windstärke ab Sonntag nachlassen soll. Die ANDE hält ihre Überwachung aufrecht und arbeitet ununterbrochen daran, die Stromversorgung in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen.
