Südamerika verzeichnete 2026 eine historische Ernte, die alle bisherigen Rekorde der regionalen Landwirtschaft übertraf. Außergewöhnlich günstige klimatische Bedingungen und eine aggressive Ausweitung der Anbauflächen festigten die Region als einen der wichtigsten Motoren der globalen Lebensmittelversorgung.
Paraguay erreichte bei Soja seine maximale Produktionskapazität, wobei offizielle Prognosen eine Rekordernte von 12,29 Millionen Tonnen vorhersagen. Die Ostregion war der Haupttreiber dieses Ergebnisses und konzentrierte 97 % der gesamten Produktion des Landes. Dieses Volumen sichert nicht nur die inländische Versorgung und die industrielle Verarbeitung, sondern stärkt auch den Außenhandel: Die physischen Sojaexporte sollen etwa 8 Millionen Tonnen erreichen und bringen bedeutende Deviseneinnahmen in die nationale Wirtschaft.
Argentinien erlebte dagegen eine historische Erholung nach ungünstigen Klimazyklen in den Vorjahren. Das Land verzeichnete ein Produktionswachstum von 21,25 % bei seinen sechs Hauptkulturen, insgesamt 163,2 Millionen Tonnen. Besonders hervorzuheben sind die Rekordwerte bei Weizen und Sonnenblumen mit 27,9 bzw. 7,4 Millionen Tonnen. Mais erreichte mit 70 Millionen Tonnen den höchsten Stand seit zwei Jahrzehnten, während Soja 49,9 Millionen Tonnen beisteuerte.
Auch Brasilien brach alle Rekorde und bestätigte seine globale Führungsrolle in der Getreideproduktion mit einer bisher unerreichten Gesamtprognose von 353 Millionen Tonnen. Die Überproduktion wurde vor allem durch Soja angetrieben, die mit 174,9 Millionen Tonnen einen historischen Höchststand erreichte – bedingt durch die Ausweitung der Anbauflächen. Mais verzeichnete ebenfalls einen leichten, aber stetigen Anstieg auf 141,8 Millionen Tonnen.
Die Ergebnisse dieser landwirtschaftlichen Saison stärken nicht nur die lokalen Volkswirtschaften durch Arbeitsplatzschaffung und Kapitalzufluss, sondern verändern auch die globale Lebensmittelversorgung und zeigen die technologische Effizienz und produktive Widerstandsfähigkeit Südamerikas.
