Staatsverschuldung Paraguays steigt auf 21,9 Mrd. US-Dollar und 30 % des BIP im Jahr 2026

Die Staatsverschuldung Paraguays erreicht 21,9 Mrd. US-Dollar, was 30 % des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2026 entspricht. 83,5 % davon entfallen auf externe Verbindlichkeiten, während die Kreditvergabe in US-Dollar schneller wächst als die in Landeswährung Guaraní.

Staatsverschuldung Paraguays steigt auf 21,9 Mrd. US-Dollar und 30 % des BIP im Jahr 2026

Die öffentliche Verschuldung Paraguays belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 21,947 Mrd. US-Dollar, wobei 83,5 % dieses Betrags auf externe Verbindlichkeiten entfielen. Laut Daten des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen (MEF) erreichte die Verschuldung der Zentralverwaltung 19,222 Mrd. US-Dollar, was 30,1 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht.

Seit 2024 ist der Schuldenstand um 21,4 % gestiegen, angetrieben sowohl durch die Zunahme externer als auch interner Verbindlichkeiten. Während die Auslandsschulden im genannten Zeitraum um 16,6 % stiegen, verzeichneten die Inlandsschulden ein Plus von 53,1 %, was die seit 2023 eingeleitete Strategie der Entdollarisierung widerspiegelt. Dennoch sind 73 % der Schulden der Zentralverwaltung weiterhin in US-Dollar denominiert, vor allem durch Kredite multilateraler Organisationen und staatliche Anleihen.

Auch auf dem Finanzmarkt verzeichneten Kredite in US-Dollar ein beschleunigtes Wachstum. Im ersten Halbjahr stieg das Volumen der Fremdwährungskredite doppelt so schnell wie das der Kredite in Guaraní, wie eine Analyse von Branchendaten zeigt. Treibende Kraft sind exportorientierte Sektoren wie die Landwirtschaft und der Außenhandel, die das Währungsrisiko verringern wollen, indem sie ihre Einnahmen mit der Währung ihrer Schulden in Einklang bringen.

Dagegen werden Kredite in Guaraní vor allem durch den Binnenkonsum, den Wohnungsbau und Dienstleistungen gestützt, was die Nachfrage von Haushalten und Unternehmen widerspiegelt, die auf den lokalen Markt ausgerichtet sind. Experten warnen jedoch davor, dass die Verschuldung in US-Dollar für diejenigen riskant ist, die keine Einnahmen in derselben Währung haben, da eine Abwertung des Guaraní droht.

Die relative Stabilität des Wechselkurses im ersten Halbjahr begünstigte die Kreditaufnahme in US-Dollar, doch internationale Volatilität oder Veränderungen der globalen Finanzbedingungen könnten diesen Trend umkehren. Gleichzeitig verfügt das Bankensystem über ausreichend Liquidität, um sowohl den Exportsektor als auch den Binnenmarkt zu finanzieren und seine Strategien an die Währung der jeweiligen Zielgruppe anzupassen.

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Quellen (2)

Aktualisiert: 10.08.2026, 01:00