Redaktionelles Dossier
Yacyreta
Yacyretá ist ein binationales Wasserkraftwerk Paraguays und Argentiniens. Es spielt eine wichtige Rolle bei Energie, Infrastruktur, Entschädigungen und den Beziehungen zwischen beiden Ländern.
Neueste relevante Berichte
Paraguay und Argentinien untersuchen ein gemeinsames Wasserkraftprojekt am Paraná-Fluss mit einer Leistung von 2.880 Megawatt, geschätzten Baukosten von fünf Milliarden US-Dollar und einer möglichen privaten Betriebsführung. Der Bau würde etwa sechs Jahre dauern, über 220 Familien müssten umgesiedelt werden. Finanzierung, Umweltauswirkungen und das Betreibermodell sind noch offen.
Die paraguayische Regierung beschleunigt Pläne zur Diversifizierung ihres Energiemix mit Erdgas-, Solar- und Windprojekten, um eine Erschöpfung des Stromüberschusses bis 2030 zu verhindern.
Paraguay steht vor einer drohenden Energiekrise: In den ersten vier Monaten des Jahres stieg der Stromverbrauch um 21 Prozent, der Bauplan der ANDE weist eine Verzögerung von rund zwei Jahren auf, und die Investitionslücke beläuft sich derzeit auf 340 Millionen US-Dollar jährlich – bei einem Bedarf von 900 Millionen US-Dollar pro Jahrzehnt. Damit könnte der Energieüberschuss aus Itaipú und Yacyretá bereits bis 2029 erschöpft sein.
Paraguay hat die Dekrete, die elektrointensive Industrien förderten, aufgehoben und seine Nationale Energiestrategie bis 2050 verstärkt, um die Energiesicherheit angesichts des wachsenden industriellen Bedarfs zu gewährleisten.
Die Überweisungen von Itaipu und Yacyretá verzeichneten im Zeitraum von Januar bis April 2026 einen Rückgang von 23,5 % auf insgesamt 143,5 Millionen US-Dollar, was auf geringere Lizenzgebühren, Energieausgleichszahlungen und Stromabtretungen zurückzuführen ist.