Unternehmermission in den USA kündigt Investitionen von mehr als einer Milliarde US-Dollar für Paraguay an

Die paraguayische Unternehmermission in den Vereinigten Staaten mobilisierte Investitionen von mehr als einer Milliarde US-Dollar, darunter 700 Millionen US-Dollar für ein Veranstaltungszentrum in Asunción und 200 Millionen US-Dollar für die Forstwirtschaft.

Unternehmermission in den USA kündigt Investitionen von mehr als einer Milliarde US-Dollar für Paraguay an

Nach einer Unternehmermission in den Vereinigten Staaten wurden für Paraguay Investitionen von mehr als einer Milliarde US-Dollar mobilisiert. Die angekündigten Vorhaben befinden sich jedoch in unterschiedlichen Bereichen und Entwicklungsphasen. Zu den wichtigsten zählen 700 Millionen US-Dollar für ein Veranstaltungszentrum an der Costanera Norte in Asunción und 200 Millionen US-Dollar für die Forstwirtschaft.

Industrieminister Marco Riquelme stellte die Ergebnisse nach einem Treffen von Präsident Santiago Peña mit Vertretern des öffentlichen und privaten Sektors vor, die an der Mission teilgenommen hatten. Riquelme zufolge waren bereits vor der Reise mehr als 30 Projekte in Vorbereitung und Ausarbeitung. Sie wurden Banken, Fonds und internationalen Investoren auf der Suche nach Finanzierung vorgestellt.

Peña erklärte, die Pflanzung von Bäumen für das Forstprojekt, an dem J.P. Morgan und die Grupo Robinson beteiligt sind, solle im ersten Quartal 2027 beginnen. Der Präsident sagte außerdem, der Bau des Veranstaltungszentrums könne Anfang 2027 starten. Riquelme teilte mit, dass für das Vorhaben an der Costanera Norte noch kommunale und umweltrechtliche Genehmigungen ausstehen.

Zu den weiteren angekündigten Vorhaben zählen das Interesse des kalifornischen Fonds Plug and Play, in Paraguay tätig zu werden, ein Programm der Organisation Apolitical zur Schulung von mehr als 100.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes im Bereich künstliche Intelligenz sowie eine Absichtserklärung zwischen dem staatlichen Unternehmen Petróleos Paraguayos (Petropar) und dem Unternehmen Scorpio zur Erkundung von Kohlenwasserstoffvorkommen. Zu diesen Vorhaben wurden keine Beträge genannt.

Das angekündigte Investitionsvolumen folgt auf einen Rekord bei den ausländischen Direktinvestitionen (ADI) im Jahr 2025. Paraguay erhielt in jenem Jahr 1,18 Milliarden US-Dollar, 7,6 Prozent mehr als 2024, wie aus Daten der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL), einer UN-Kommission, hervorgeht. Peña erklärte unabhängig davon, er hoffe, dass das Land 2026 den Rekord erneut übertreffen werde; diese Erwartung brachte er nicht mit der Mission in den Vereinigten Staaten in Verbindung.

Zu seinem Reiseprogramm sagte Peña, er habe an rund 50 Sitzungen und Treffen mit Investoren teilgenommen. Er verwies außerdem auf die Rechtssicherheit als Anliegen und plädierte für ein abgestimmtes Vorgehen von Exekutive, Legislative und Judikative. Paul Sarubbi, Präsident der paraguayischen Kammer der Straßenbauunternehmen, erklärte, im Land bestehe weiterhin eine große Infrastrukturlücke. Konzessionen, öffentlich-private Partnerschaften und private Investitionen nannte er als Wege, um Bauvorhaben zu ermöglichen.

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Quellen (8)

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