Veranstaltung in Encarnación: 90 Jahre japanische Einwanderung und Beitrag von Migrantengemeinschaften in Paraguay

Bei einer Veranstaltung am 2. September in Encarnación wurde das 90-jährige Jubiläum der japanischen Einwanderung in Paraguay gefeiert. Zugleich wurde der Beitrag verschiedener Migrantengemeinschaften zur Entwicklung des Landes hervorgehoben.

Veranstaltung in Encarnación: 90 Jahre japanische Einwanderung und Beitrag von Migrantengemeinschaften in Paraguay

Am 2. September wurde in Encarnación das 90-jährige Jubiläum der japanischen Einwanderung in Paraguay begangen. Die Veranstaltung hob zudem den Beitrag weiterer ausländischer Gemeinschaften zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung des Landes hervor.

Das Gedenktreffen zum 90. Jahrestag der japanischen Einwanderung in Paraguay fand im Zentralen Auditorium der Universidad Autónoma de Encarnación (UNAE) statt. Es war Teil des Programms der 22. LibroFeria Encarnación, die unter dem Motto „Lesen und Kultur für den Frieden“ stand. Organisiert wurde die Veranstaltung von der japanischen Botschaft und der Universität.

Zur Eröffnung sprachen der japanische Botschafter in Paraguay, Katsumi Itagaki, und die Rektorin der UNAE, Nadia Czeraniuk. Itagaki betonte, dass die Entwicklung Paraguays nicht allein auf die japanische Gemeinschaft zurückzuführen sei.

„Nicht nur die Japaner, sondern auch andere Einwanderer haben zum wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt Paraguays beigetragen“, erklärte der Diplomat. Er hob den Einsatz, das Wissen und den Unternehmergeist der Menschen hervor, die ins Land gekommen sind und in produktiven, bildungsbezogenen, kulturellen und sozialen Bereichen mitgewirkt haben.

Hauptpunkt der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion „Der Beitrag von Einwanderern zur wirtschaftlichen Entwicklung Paraguays und Perspektiven für die Zukunft“, moderiert von Itagaki. Teilnehmer waren Andrés Trociuk, Honorarkonsul der Ukraine in Paraguay; Matías Kobayashi, Historiker und Dozent; Jaime Kurosu, Präsident von Kurosu & Cía. und Vertreter von John Deere in Paraguay; sowie Ronaldo Dietze, ehemaliger Rektor der Universidad San Carlos, Ex-Senator und ehemaliger Vize-Landwirtschaftsminister.

Die Runde beleuchtete Erfahrungen und Analysen zum Einfluss von Migrantengemeinschaften auf den wirtschaftlichen Wandel Paraguays sowie aktuelle Herausforderungen und Chancen für kommende Generationen. Zudem wurden Möglichkeiten zur Vertiefung der internationalen Zusammenarbeit und zur Nutzung kultureller Vielfalt für die künftige Entwicklung diskutiert.

Den Abschluss bildete ein Auftritt des Encarnación Taiko Club mit traditioneller japanischer Musik und Perkussion. Die kulturelle Darbietung wurde im Kontext der Geschichte tausender japanischer Familien und des Beitrags anderer Einwanderergemeinschaften präsentiert, die sich in Paraguay niedergelassen haben.

Über 90 Jahre hinweg hat die japanische Gemeinschaft kulturelle, bildungsbezogene und soziale Bindungen gefestigt und damit auch zur Vertiefung der historischen Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Paraguay und Japan beigetragen.

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Quellen (2)

Aktualisiert: 05.09.2026, 01:01