Abgeordnete schlagen nach Schließung des Konsulats in Córdoba die Integration von Identitäts- und Wählerregister vor

Abgeordnete des PLRA organisierten in Córdoba einen Servicetag für Paraguayer und schlugen vor, die Systeme für Identitätsdokumente und Wählerregistrierung zu integrieren, nachdem das örtliche Konsulat 2024 aus Haushaltsgründen geschlossen worden war.

Abgeordnete schlagen nach Schließung des Konsulats in Córdoba die Integration von Identitäts- und Wählerregister vor

Paraguayer, die in Córdoba in Argentinien leben, konnten am Freitag, dem 28. August, bei einem von Abgeordneten der Partido Liberal Radical Auténtico (PLRA) organisierten Servicetag Dokumente beantragen, konsularische Unterstützung erhalten und sich in das Wählerregister eintragen lassen. Bei der Initiative wurde außerdem vorgeschlagen, die Systeme für Identitätsdokumente und Wählerregistrierung zu integrieren, um die Registrierung von im Ausland lebenden Bürgern zu erleichtern.

Die Beratungen fanden von 9 bis 17 Uhr im Polo de la Mujer in der Entre-Ríos-Straße 680 mit Unterstützung der Casa Paraguaya de Córdoba statt. Angeboten wurden die Erneuerung des Personalausweises, die Ausstellung und Erneuerung von Reisepässen, weitere konsularische Dienstleistungen sowie die Eintragung in das Registro Cívico Permanente, das dauerhafte bürgerliche Wählerregister Paraguays. Die Registrierung gilt als Voraussetzung für Paraguayer, die bei den nächsten Wahlen aus dem Ausland abstimmen wollen.

Die Aktion wurde von den PLRA-Abgeordneten Arnaldo Valdez und Cleto Giménez angestoßen. Beteiligt waren außerdem das Identifizierungsdezernat der Nationalpolizei, das für Identitätsdokumente zuständig ist, die Wahljustiz und das paraguayische Außenministerium.

Valdez sagte, der Servicetag sei auf Wunsch der Gemeinschaft organisiert worden, und schätzte die Zahl der in Córdoba lebenden Paraguayer auf etwa 30.000. Der Abgeordnete erklärte, die Nachfrage nach Dokumenten sei gestiegen, nachdem das paraguayische Konsulat in der Stadt 2024 aus Haushaltsgründen vom Außenministerium geschlossen worden war.

Der erste Servicetag dieser Art hatte im vergangenen Jahr stattgefunden. Valdez kündigte außerdem ein weiteres Treffen mit der paraguayischen Gemeinschaft in Buenos Aires an.

Die wichtigste gesetzgeberische Folge ist ein von Valdez gemeinsam mit dem Ausschuss für Migrationsangelegenheiten und Entwicklung ausgearbeiteter Gesetzentwurf. Der Vorschlag soll ermöglichen, bei der Erneuerung des Personalausweises die Auslandsadresse des Bürgers zu bestätigen und die Daten für eine automatische Eintragung in das Registro Cívico Permanente weiterzuleiten, falls der Gesetzentwurf angenommen wird.

Nach Angaben des Abgeordneten würde die Integration eine aktuellere Datenbank der außerhalb des Landes lebenden Paraguayer schaffen und dem Staat helfen, das Angebot an Dokumenten, konsularischer Betreuung und Wahldienstleistungen zu planen.

Das Konsulat in Córdoba wurde aus Haushaltsgründen geschlossen, wie aus der offiziellen Darstellung der Maßnahme hervorgeht. Ebenfalls geschlossen wurden die Konsulate in Mendoza, Corrientes und Neuquén in Argentinien, in Campo Grande und Porto Alegre in Brasilien sowie in Villa Montes in Bolivien.

Als Außenminister Rubén Ramírez Lezcano im April 2024 Maßnahmen zum diplomatischen Netz bekannt gab, brachte er die Schließung von Botschaften in Ägypten, Kanada, Portugal, Australien und der Schweiz mit fehlender diplomatischer Gegenseitigkeit in Verbindung. Bei den Konsulaten verwies er auf Haushaltsgründe. Die Regierung schätzte die jährlichen Einsparungen auf 8 Millionen US-Dollar und eröffnete Konsulate in Lissabon, Portugal, und Canberra, Australien, während sie eine effizientere Verwendung öffentlicher Mittel anstrebte.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 30.08.2026, 01:01