Der Air-Europa-Flug AEA024 von Asunción nach Madrid musste wegen einer technischen Störung an der Boeing 787 Dreamliner in Salvador (Brasilien) eine Sicherheitslandung durchführen. An Bord befanden sich etwa 300 Passagiere. Die Fluggesellschaft erklärte, die Entscheidung sei gemäß ihren Betriebs- und Sicherheitsprotokollen getroffen worden, und entsandte ein Technikerteam nach Brasilien, um die notwendige Wartung durchzuführen.
Die Maschine, die im Januar 2025 den Namen RCD Mallorca erhalten hatte, wurde vorübergehend außer Betrieb genommen. Von Passagieren veröffentlichte Bilder zeigen Wartungsarbeiten an einem der Triebwerke, obwohl Air Europa bestätigte, dass die Turbine nicht beschädigt wurde. Das Unternehmen entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten und betonte, die Sicherheit von Passagieren und Besatzung habe oberste Priorität gehabt.
Neben der technischen Störung gab es Berichte von Passagieren über mögliche Zecken in der Kabine. Perla Zaracho gab an, während des Fluges gestochen worden zu sein, und berichtete, sie habe Insekten in Rucksäcken, Decken, Taschen und auf mehreren Sitzen entdeckt. Zudem habe es im Inneren des Flugzeugs nach Feuchtigkeit und Urin gerochen. Raúl Quiñónez Rodas, ein in Portugal lebender Paraguayer, schilderte, eine Flugbegleiterin habe Insektenspray eingesetzt, nachdem eine Passagierin ein Insekt bemerkt hatte.
Die Vorwürfe einer Zeckenplage wurden bislang nicht unabhängig bestätigt. Ein Bericht unter Berufung auf Informationen von El Confidencial besagte, die Maschine soll isoliert und für eine dringende Desinfektion unter Quarantäne gestellt worden sein. Welche Behörden dafür verantwortlich waren und ob die Maßnahmen tatsächlich durchgeführt wurden, ist nicht unabhängig bestätigt. Air Europa äußerte sich bisher nicht konkret zu den Insektenberichten. Die Sicherheitslandung wurde der technischen Störung zugeschrieben; die Zeckenberichte waren Aussagen von Passagieren und verursachten die Landung nach den verfügbaren Informationen nicht.
Nach der Landung in Salvador wurden die Passagiere zur Unterbringung weitergeleitet. Reisende wie Quiñónez und Antonio Rivas berichteten, etwa vier Stunden auf die Zuweisung eines Hotels gewartet zu haben. Rivas sprach von einer „allgemeinen Verunsicherung“ unter den Passagieren, während Quiñónez die mangelnde Unterstützung durch Mitarbeiter der Fluggesellschaft am Boden kritisierte.
Um die Auswirkungen auf die Reise zu minimieren, kündigte Air Europa an, die Strecke Salvador–Madrid mit einer anderen Boeing 787-9 mit größerer Kapazität zu bedienen. Passagiere, die nicht mitfliegen konnten, sollten auf spätere Flüge umgebucht werden, wobei Änderungen von Datum oder Route ohne zusätzliche Kosten möglich seien.
