BCP beantwortet Senatsanfragen zu Banken und Finanzgeschäften innerhalb von 15 Werktagen

Die paraguayische Zentralbank (BCP) teilte mit, sie werde innerhalb von 15 Werktagen die Anfragen des Senats zu Verfahren und Entscheidungen der Behörde und der Bankenaufsicht (SIB) in Bezug auf Fusionen, Übernahmen, Bankgeschäfte und öffentliche Einlagen beantworten. Währenddessen traf Santiago Peña Vertreter der Branche, darunter Juan José Galeano und Führungskräfte der Asoban, die Transparenz und die technische Autonomie der Aufsichtsbehörden befürworteten und nach der Erlangung des Investment-Grade-Ratings die Stabilität des Systems hervorhoben.

BCP beantwortet Senatsanfragen zu Banken und Finanzgeschäften innerhalb von 15 Werktagen

Die paraguayische Zentralbank (Banco Central del Paraguay, BCP) teilte mit, sie werde innerhalb von bis zu 15 Werktagen die von der Senatskammer genehmigten Informationsanfragen zu Verfahren und Entscheidungen der Währungsbehörde selbst sowie der Bankenaufsicht (Superintendencia de Bancos, SIB) beantworten. Die SIB ist für die Bankenaufsicht zuständig.

Die Anfragen betreffen Fusionen, Übernahmen, Geschäfte mit verbundenen Unternehmen, Eigenkapitalkriterien, Risikokonzentration, einen möglichen Aufschub von Verlusten sowie Einlagen öffentlicher Mittel und des Instituts für soziale Vorsorge (Instituto de Previsión Social, IPS). Zu den genannten Verfahren gehören die Zusammenschlüsse von GNB mit BBVA, Sudameris mit Regional, Ueno mit Visión und Continental mit Río sowie das Geschäft zwischen Atlas und Familiar, das derzeit ausgesetzt ist. Der Fragenkomplex geht über die spezifische Anfrage zu Informationen über vier Banken hinaus und umfasst auch Fragen zum regulatorischen Vorgehen der BCP.

Der BCP-Präsident Carlos Carvallo erklärte, die Fachteams der Institution und der SIB arbeiteten seit der Genehmigung der Anfragen an der Vorbereitung sorgfältiger Antworten. Er bezeichnete die parlamentarische Kontrolle als positiven institutionellen Kanal und sagte, die Erläuterungen sollten „jeden Zweifel“ an der Gesundheit des Systems und an der institutionellen Ordnung der Zentralbank „ausräumen“. Die Institution erklärte zudem, sie werde im geltenden gesetzlichen Rahmen antworten.

Das Thema stand im Mittelpunkt eines Treffens von Santiago Peña mit Carvallo, Vertretern der BCP, Bankpräsidenten und Führungskräften der Vereinigung der Banken Paraguays (Asociación de Bancos del Paraguay, Asoban), das am 18. September 2026 in Mburuvicha Róga stattfand. Ebenfalls nahmen Juan José Galeano, Berater des Präsidenten für soziale und wirtschaftliche Angelegenheiten, sowie Vertreter von Finanzinstitutionen teil. Das Präsidialamt teilte mit, am Ende des Treffens werde es eine Pressekonferenz geben, bei der Carvallo und die geschäftsführende Präsidentin der Asoban, Liz Cramer, über die Ergebnisse sprachen.

Die Ueno Bank erhielt besondere Aufmerksamkeit, weil sie zu den in den Anfragen genannten Instituten gehört und in den vergangenen Jahren öffentliche Mittel konzentriert hat. Presseberichte brachten die Bank mit früheren Geschäftspartnern Peñas in Verbindung und äußerten den Verdacht einer Begünstigung. Diese Vorwürfe wurden in den Quellen jedoch nicht als unabhängig bestätigte Tatsachen dargestellt. Formal bestätigt ist, dass das Institut in die Anfragen des Senats aufgenommen wurde.

Carvallo verteidigte die Stabilität des Systems und brachte seine Entwicklung mit den Chancen in Verbindung, die sich aus der Erlangung des Investment-Grade-Ratings ergeben hätten. Dabei hob er die Rolle der Banken für die wirtschaftliche Entwicklung hervor. Nach offiziellen Daten für Juni 2026 wiesen Banken und Finanzgesellschaften eine Liquidität von 31,54 Prozent, eine Solvabilität von 17,03 Prozent, eine Ausfallquote von 2,84 Prozent und eine Rentabilität von 18,60 Prozent auf. Innerhalb von zwölf Monaten stiegen die Kredite an den privaten Sektor um 14,42 Prozent und die Einlagen um 19,40 Prozent. Der BCP-Präsident erklärte außerdem, die Stresstests deuteten auf die Fähigkeit hin, externe Schocks zu absorbieren.

Liz Cramer sagte, die genannten Institute seien bereit, Informationen bereitzustellen und die Antworten der BCP zu unterstützen. Die Vereinigung forderte, dass außergewöhnliche Maßnahmen bei Fusions- und Übernahmeverfahren einheitlich veröffentlicht werden, und sprach sich für vergleichbare und verlässliche Informationen zum Schutz von Einlegern, Investoren und öffentlichen Mitteln aus. In einer Stellungnahme betonte die Asoban außerdem, dass die BCP und die SIB ihre gesetzlichen Aufgaben zum Schutz der Solvabilität des Systems und der Sicherheit der Einlagen mit technischer Autonomie ausüben müssten.

Der Wirtschaftswissenschaftler und frühere Finanzminister Manuel Ferreira warnte, die öffentliche Hervorhebung einzelner Banken könne Gerüchte nähren und das Vertrauen beeinträchtigen. Er erinnerte daran, dass das paraguayische Finanzsystem heute größer ist als während der Bankenkrisen der 1990er- und 2000er-Jahre: „So wie es größer ist, fällt man auch aus größerer Höhe.“

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Quellen (16)

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