Die Börse Asunción (BVA) verzeichnete im August ein Handelsvolumen von 4,2 Billionen Guaraní, umgerechnet etwa 709 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Rückgang von 33,1 % gegenüber Juli und 13,6 % im Vergleich zum August 2025.
Der Rückgang folgte auf die außergewöhnliche Entwicklung im Juli, als die Emission von Staatsanleihen – Schuldverschreibungen des paraguayischen Staates zur inländischen Finanzierung – das Handelsvolumen stark ansteigen ließ.
Im Zeitraum bis August belief sich das Handelsvolumen auf insgesamt 37,917 Billionen Guaraní, etwas mehr als 2 % unter dem Vorjahreswert von 38,710 Billionen Guaraní. Die Daten zeigen, dass der paraguayische Kapitalmarkt weiterhin ein hohes Volumen aufweist, jedoch im Jahresvergleich an Dynamik verloren hat.
Die Landeswährung dominierte die Transaktionen im August: 79,1 % der Geschäfte wurden in Guaraní abgewickelt, während 20,9 % auf US-Dollar entfielen. Diese Zusammensetzung unterstreicht die Bedeutung der Finanzierung und des Handels mit inländischen Vermögenswerten in paraguayischer Währung.
Der Sekundärmarkt, auf dem bereits emittierte Wertpapiere gehandelt werden, machte 96 % der Transaktionen aus. Die restlichen 4 % entfielen auf den Primärmarkt, der der Ausgabe neuer Wertpapiere dient.
Anleihen machten 94,1 % der gehandelten Instrumente aus. Aktien hatten einen Anteil von 5,6 %, während Investmentfonds 0,3 % ausmachten. Die starke Konzentration auf festverzinsliche Wertpapiere erklärt, warum große öffentliche Emissionen zu deutlichen monatlichen Schwankungen an der BVA führen können, und verweist auf die starke Abhängigkeit des paraguayischen Kapitalmarkts von dieser Finanzierungsform.
