CDE und Parlament arbeiten an Regulierung von E-Scootern nach Unfallanstieg

Die Stadtverwaltung von Ciudad del Este bereitet eine lokale Verordnung vor, und im Nationalkongress liegt ein Gesetzentwurf zur Regelung von E-Scootern vor, um Unfälle nach der zunehmenden Nutzung einzudämmen.

CDE und Parlament arbeiten an Regulierung von E-Scootern nach Unfallanstieg

Das Stadtbild von Ciudad del Este verändert sich rasant durch die Verbreitung von E-Scootern, ein Phänomen, das schneller voranschreitet als die Verkehrsgesetzgebung. Vor allem junge Menschen, darunter viele brasilianische Studenten, nutzen diese leisen und wendigen Fahrzeuge zunehmend, um sich in der Stadt fortzubewegen – zwischen Autos, Motorrädern, Bussen und Fußgängern.

Angesichts der wachsenden Nutzung dieser Mikromobilitätsfahrzeuge bereitet die Stadtverwaltung von Ciudad del Este eine spezifische kommunale Verordnung vor, um deren Verkehr zu regeln. Ziel ist es, wie Leonardo Roa, Direktor der städtischen Verkehrspolizei (PMT), bestätigte, den Verkehr zu ordnen und Unfallrisiken zu verringern. Der Entwurf wird derzeit erarbeitet, und die Stadtverwaltung strebt eine Verabschiedung noch in diesem Jahr an.

Die Notwendigkeit klarer Regeln zeigt sich am Anstieg der Vorfälle. Roa erklärte, dass derzeit sechs von zehn in der Stadt registrierten Unfällen Motorräder betreffen und vier auf E-Scooter zurückgehen. Die einfache Handhabung, die geringen Kosten und die Möglichkeit, Staus teilweise zu umgehen, erklären die Beliebtheit der Scooter. Doch das Fehlen klarer Vorschriften – etwa wer sie fahren darf, wo sie unterwegs sein sollen und welche Sicherheitsausrüstung Pflicht ist – gibt Anlass zur Sorge.

Während die Stadtverwaltung lokal handelt, liegt im Nationalkongress ein Gesetzentwurf mit landesweiter Geltung vor. Der Abgeordnete Walter García von der Partei Yo Creo brachte im vergangenen Jahr einen Vorschlag ein, um das nationale Verkehrs- und Straßensicherheitsgesetz (Gesetz Nr. 5016) zu ändern und spezifische Regelungen für E-Scooter aufzunehmen. Die Initiative, die sich noch im Abgeordnetenhaus befindet, soll einen einheitlichen Rechtsrahmen schaffen, um zu verhindern, dass jede Gemeinde das Problem separat lösen muss.

Garcías Entwurf sieht die Pflicht zum Tragen eines Helms, die Festlegung bestimmter Verkehrsbereiche, Geschwindigkeitsbegrenzungen und Vorfahrtsregeln an Kreuzungen vor. García betont, dass es nicht nur um Einschränkungen gehe, sondern darum, die Mikromobilität sicher in das städtische Verkehrssystem zu integrieren und Alternativen zu fördern, die die Abhängigkeit von motorisierten Fahrzeugen verringern. Er geht davon aus, dass sich der Trend, der in Grenzstädten wie Ciudad del Este und Pedro Juan Caballero besonders sichtbar ist, auf das ganze Land ausweiten wird.

Leonardo Roa, Direktor der PMT, unterstreicht, dass E-Scooter-Fahrer auch ohne spezifische Regelung die allgemeinen Verkehrsregeln beachten müssen. „Das Fahren ist nicht verboten, aber sie müssen sich an die Verkehrsregeln halten. Sie müssen Ampeln, Fußgänger und das Tragen eines Helms respektieren“, erklärte er. Derzeit kann ein Bußgeld verhängt werden, wenn kein Helm getragen wird, da es keine spezielle Fahrerlaubnis oder Zulassung für das Fahrzeug gibt.

Die Diskussion in Paraguay orientiert sich an internationalen Erfahrungen aus Ländern wie Spanien, Frankreich, Brasilien und den USA, die bereits Regelungen für diese Fahrzeuge eingeführt haben. Auch Organisationen wie die Interamerikanische Entwicklungsbank (IADB) haben Empfehlungen erarbeitet, um eine sichere, nachhaltige und gerechte Mikromobilität in lateinamerikanischen Städten zu fördern. Die lokale Herausforderung besteht darin, eine Regulierung zu finden, die Risiken minimiert, ohne eine Verkehrsalternative zu behindern, die zur städtischen Mobilität beitragen kann.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 16.08.2026, 01:00