Die Ueno Bank, kontrolliert von der Grupo Vázquez SAE und unter dem Vorsitz von Federico Miguel Vázquez, hat ihren Anteil an öffentlichen Dollar-Mitteln beschleunigt ausgeweitet, wie offizielle Tabellen des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen (MEF) vom April 2026 zeigen. Die Dokumente belegen, dass das Finanzinstitut, während der Dollar auf dem paraguayischen Markt einen untypischen Rückgang erlebt, seine staatlichen Einlagen in Fremdwährung von 144,6 Millionen US-Dollar zum Jahresende 2025 auf 246,9 Millionen US-Dollar Ende April erhöht hat – ein Sprung von 102,3 Millionen US-Dollar in nur vier Monaten.
Im Gegensatz dazu stiegen die Einlagen in Guaraní bescheidener, von 3,29 Billionen G$ auf 3,58 Billionen G$, was zum aktuellen Wechselkurs etwa 47 Millionen US-Dollar entspricht. Diese gezielte Ausrichtung auf die US-Währung konzentrierte sich laut den Tabellen hauptsächlich auf Sichteinlagen – liquide Mittel mit sofortiger Verfügbarkeit –, die um 89,3 Millionen US-Dollar zunahmen. Die restlichen 13 Millionen US-Dollar wurden in Sparzertifikate (CDA) angelegt, ein Anteil, der laut den Aufzeichnungen den Mitteln der Arbeitnehmer und Rentner des Instituts für soziale Vorsorge (IPS) gehört.
Das deutliche Wachstum der Dollar-Einlagen erfolgt seit Santiago Peña im August 2023 die Präsidentschaft der Republik übernommen hat. Peña war bis April 2025 Partner der Grupo Vázquez bei der Ueno Holding Saeca, als er sich nach der Enthüllung der Zunahme staatlicher Verträge, die den Konzern begünstigten, formell von dem Unternehmen trennte. Die MEF-Tabellen, die bis zu ihrer Beschaffung durch die Presse unter Verschluss blieben, deuten darauf hin, dass die Verlagerung öffentlicher Mittel zur Ueno Bank kein isoliertes Phänomen ist, sondern Teil eines Musters, das sich in den letzten Monaten verstärkt hat.