Der Kongress von Paraguay schreibt Aufzüge für 600.000 US-Dollar aus und gewährt Vorauszahlung

Das Parlament Paraguays schreibt sieben Aufzüge für 600.000 US-Dollar aus und gewährt dabei einen 20-prozentigen Vorschuss. Dies geschieht vor dem Hintergrund von Kritik am öffentlichen Gesundheitswesen und früheren Untersuchungen zu Unregelmäßigkeiten bei ähnlichen Vergaben.

Der Kongress von Paraguay schreibt Aufzüge für 600.000 US-Dollar aus und gewährt Vorauszahlung
KI-generierte Illustration.

Das Nationalkongress von Paraguay hat eine öffentliche Ausschreibung für den Kauf und die Installation von sieben neuen Aufzügen in seinem Sitzungsgebäude gestartet. Der geschätzte Auftragswert beträgt 3,43 Milliarden Guaraní, umgerechnet etwa 600.000 US-Dollar.

Das Verfahren, das auf dem Portal der nationalen Vergabebehörde DNCP veröffentlicht wurde, sieht eine Vorauszahlung von 20 % des Vertragswerts, etwa 686 Millionen Guaraní, an den Bietergewinner vor. Die technische Begründung, die von der Abteilung für materielle Ressourcen des Parlaments erstellt wurde, führt an, dass die Vorauszahlung notwendig sei, da es sich bei den Aufzügen um Hochtechnologiegeräte mit schaltgetriebelosem Antriebssystem und internationalen Zertifizierungen handle, deren Herstellung und Import zwischen 100 und 150 Tage in Anspruch nähmen.

Dem Dokument zufolge konzentrieren sich 40 % bis 60 % der Gesamtkosten auf die ersten 90 Tage des Vertrags, der eine Ausführungsfrist von 200 Tagen hat. Die Vorauszahlung, die durch eine Bankgarantie in Höhe von 100 % des Betrags abgesichert werden soll, zielt darauf ab, zu verhindern, dass das Unternehmen auf teure externe Finanzierungen zurückgreifen muss, was die Kosten für die öffentliche Hand in die Höhe treiben würde.

Diese neue Vergabe erfolgt in einem Umfeld heftiger Beschwerden über fehlende Medikamente und Grundversorgung im öffentlichen Gesundheitswesen. Zudem erinnert sie an einen untersuchten Vorfall: Bei einer früheren Aufzugsausschreibung für den Kongress hatte die DNCP Unstimmigkeiten festgestellt und die Staatsanwaltschaft gebeten, mögliche Unregelmäßigkeiten bei den Zahlungen, einschließlich einer millionenschweren Vorauszahlung vor der Anzeigenerstattung wegen Dokumentenfälschung, zu untersuchen.

Quellen (1)

Aktualisiert: 24.07.2026, 01:30