Der US-Dollar ist in Paraguay nach den Feiertagen auf 6.120 Guaraní gefallen und hat seit Jahresbeginn 9 Prozent an Wert verloren

Der US-Dollar ist in Paraguay erneut gefallen und lag am Montag, dem 15., bei einem effektiven Wechselkurs von 6.120 Guaraní. Damit hat die Währung seit Jahresbeginn 9 Prozent an Wert verloren und innerhalb von 12 Monaten ganze 25 Prozent. Dies hat bei Exporteuren Besorgnis ausgelöst und sich auf die Zolleinnahmen ausgewirkt.

Der US-Dollar hat auf dem paraguayischen Markt zu Beginn des Handels am Montag, dem 15. Juni, nach dem langen Wochenende erneut an Wert verloren. Die nordamerikanische Währung wurde im effektiven Devisenhandel mit 6.120 Guaraní notiert, unter dem Kurs von 6.140 Guaraní, der am vorangegangenen Donnerstag bei Handelsschluss registriert worden war. Auch am Interbankenmarkt verstärkte sich der Abwärtstrend; der durchschnittliche Kurs lag laut vom Banco Central del Paraguay (BCP) veröffentlichten Daten bei 6.098 Guaraní.

Im Jahresverlauf hat der Dollar gegenüber dem Guaraní bereits 9 Prozent an Wert eingebüßt, während die Abwertung innerhalb von 12 Monaten 25 Prozent beträgt. Der ausgeprägte Rückgang hat in verschiedenen Wirtschaftssektoren für Unmut gesorgt, die ein aktiveres Eingreifen der Zentralbank fordern, um die starken Schwankungen im Wechselkurs einzudämmen.

Die Abwertung der amerikanischen Währung wirkt sich unmittelbar auf die Exporteure aus, die bei der Umrechnung ihrer Warenwerte weniger Guaraní erhalten. Die Entwicklung mindert zudem die Wettbewerbsfähigkeit nationaler Produkte im Vergleich zu jenen aus der Region und beeinträchtigt die Zolleinnahmen, da die Umrechnung der Importe in Landeswährung zu geringeren Steuereinnahmen führt als vom Fiskus geplant, wie die DNIT bereits zuvor festgestellt hatte.

Das BCP verfolgt weiterhin eine neutrale Devisenpolitik und führt den Rückgang des Dollars auf den globalen Trend und den Zufluss von Devisen zurück, der durch gestiegene Investitionen und Exporte angetrieben wird. In einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung empfahl die Institution erneut, dass die Wirtschaftsakteure Absicherungsinstrumente wie Devisen-Forwards nutzen, um die Auswirkungen der Volatilität abzumildern.

Quellen (1)

Aktualisiert: 16.06.2026, 11:33