Die Interamerikanische Entwicklungsbank (BID) hat eine vorläufige Bewertung vorgelegt, die die positive Auswirkung des nationalen integrierten Systems für elektronische Rechnungsstellung (SIFEN) auf die Steuereinnahmen in Paraguay bestätigt. Die Studie wurde der Steuer- und Zollbehörde des Landes, der DNIT, übergeben.
Die Analyse, die die international gebräuchliche ökonometrische Methode der Differenz-in-Differenzen-Schätzung verwendete, untersuchte Daten von 1.369 Unternehmen und 98.568 Datensätzen aus den Jahren 2018 bis 2023. Die Ergebnisse zeigen, dass Unternehmen, die in das System integriert wurden, eine Steigerung der Bemessungsgrundlage für die Mehrwertsteuer (IVA) von 27,3 %, der deklarierten Mehrwertsteuer von 31,3 % und der tatsächlich zu zahlenden Mehrwertsteuer von 40,7 % verzeichneten.
Neben dem Anstieg der Einnahmen hebt der Bericht hervor, dass SIFEN die Transparenz und Rückverfolgbarkeit von Geschäftsvorgängen stärkte, die Qualität der für die Steuerverwaltung verfügbaren Informationen verbesserte und die Kontrolle und Aufsicht erleichterte. Die BID stellte auch fest, dass eine beträchtliche Anzahl von Unternehmen dem System freiwillig beigetreten war, bevor es zur Pflicht wurde, was auf eine gute Akzeptanz im Privatsektor hindeutet.
Aufgrund dieser Ergebnisse unterstützte die Bank die Strategie der DNIT, die Implementierung von SIFEN auszuweiten, Schulungsprogramme zu verstärken und das Steuermanagement zu modernisieren, um die Formalisierung der paraguayischen Wirtschaft voranzutreiben. Die elektronische Rechnungsstellung ist zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Unternehmen geworden, die ihre Managementsysteme (ERP, POS, E-Commerce) mit den Steuerpflichten verbinden, und zwar über Plattformen, die die Validierung, Nummerierung, Stempelung und Erstellung von Dokumenten innerhalb von SIFEN/e-Kuatia automatisieren.
