Die DNIT (Nationale Steuerbehörde Paraguays) hat am Samstag, dem 20. Juni, die Allgemeine Verordnung Nr. 54 veröffentlicht. Diese schreibt Herstellern, Montagebetrieben, Importeuren, Exporteuren und Händlern, die von der Dirección General de Material Bélico (Digemabel) zugelassen wurden, vor, ausschließlich elektronische Rechnungsdokumente für Geschäfte mit Feuerwaffen, Munition, Sprengstoffen, Sprengstoffzubehör, chemischen Ausgangsstoffen und Feuerwerksartikeln auszustellen.
Diese Maßnahme integriert diese Branchen in das Integrierte Nationale Elektronische Rechnungsstellungssystem (Sifen) und entspricht dem Gesetz Nr. 7411/2024, das den Umgang mit Feuerwaffen und deren Bestandteilen regelt. Die Steuerpflichtigen müssen das Transaktionssystem Ekuatia nutzen oder gegebenenfalls die kostenlose Lösung Ekuatia’i, je nach den von der Steuerverwaltung festgelegten Bedingungen.
Die DNIT hat eine Frist von 90 Kalendertagen für die Umsetzung gesetzt, gerechnet ab dem Datum der Zulassung durch die Digemabel oder, für diejenigen, die bereits über eine Genehmigung verfügen, ab dem Inkrafttreten der Verordnung. Die Norm sieht zudem die Möglichkeit einer Verlängerung in bestimmten Fällen gemäß den bestehenden Vorschriften der Behörde vor.
Bei der Umsetzung wird die DNIT koordiniert mit der Digemabel zusammenarbeiten, um Tests durchzuführen, Informationen auszutauschen und die Einhaltung durch die Betroffenen zu überprüfen. Zu den abgeglichenen Daten gehören der Name oder die Firmenbezeichnung, die RUC-Nummer, das Datum der Aufnahme und die Nummer der zulassenden Verordnung.
Mit dieser Maßnahme beabsichtigt die Steuerbehörde, die fiskalische Kontrolle über einen als äußerst sensibel eingestuften Sektor zu verstärken und die Nachverfolgbarkeit der Geschäftstätigkeit sowie die Überwachung von Feuerwaffen, Munition und Sprengstoffen im Land zu verbessern.
