EU und Paraguay verstärken Zusammenarbeit gegen organisierte Kriminalität und setzen sich für Mercosur-Abkommen ein

Die Europäische Union und Paraguay haben vereinbart, ihre Zusammenarbeit gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität auszubauen, und sprachen sich für die Umsetzung des Handelsabkommens zwischen dem Mercosur und der EU aus.

EU und Paraguay verstärken Zusammenarbeit gegen organisierte Kriminalität und setzen sich für Mercosur-Abkommen ein

Die Europäische Union hat ihre Besorgnis über die Zunahme der grenzüberschreitenden organisierten Kriminalität zum Ausdruck gebracht und eine Ausweitung der Zusammenarbeit mit Paraguay vorgeschlagen, um kriminelle Netzwerke zu bekämpfen, die über nationale Grenzen hinweg agieren. Das Thema stand im Mittelpunkt eines Treffens in Brüssel zwischen der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, und dem paraguayischen Außenminister Rubén Ramírez Lezcano.

Während des Gesprächs betonte Kallas, dass die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität ein zentrales Anliegen für Europa sei, und plädierte für eine gemeinsame Arbeit mit Paraguay. Ramírez Lezcano stimmte zu, dass dieses Phänomen zu den größten Herausforderungen der Region gehöre, und unterstrich die Notwendigkeit, neue Bereiche der internationalen Zusammenarbeit zu erschließen.

Die Diskussion findet in einem Kontext statt, in dem kriminelle Organisationen Menschen, Waren und finanzielle Ressourcen zwischen verschiedenen Ländern bewegen. Diese Strukturen verringern die Wirksamkeit isolierter Maßnahmen und erfordern den Austausch von Informationen, die Koordinierung zwischen Behörden sowie Ermittlungsmechanismen, die über nationale Grenzen hinausgehen.

Auf der Tagesordnung stand auch das Handelsabkommen zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union. Beide Seiten hoben die Notwendigkeit hervor, weiter an der vollständigen Umsetzung der Vereinbarung zu arbeiten und mögliche Hindernisse im Prozess zu überwinden. Kallas bezeichnete den Mercosur als einen wichtigen Verbündeten für Europa.

Für Paraguay ist das Abkommen sowohl mit dem Potenzial verbunden, den Zugang zum europäischen Markt zu erweitern, als auch mit der Möglichkeit, die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum EU-Block zu vertiefen. Das Treffen in Brüssel verband diese handelspolitische Agenda mit einer breiteren Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und internationale Beziehungen.

Zum Abschluss setzte sich Kallas für die Aufrechterhaltung eines ständigen Dialogs zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten ein. Als zentrale Punkte für die weitere Zusammenarbeit wurden die Fortschritte beim Abkommen zwischen den Blöcken sowie die Entwicklung zusätzlicher Instrumente zur Bekämpfung krimineller Netzwerke mit regionaler Präsenz festgehalten.

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Quellen (2)

Aktualisiert: 10.09.2026, 01:00