Gemeinsame Operation Paraguay-Brasilien zerstört 222 Hektar Marihuana-Anbau in Canindeyú und Caaguazú

Die Operation Nueva Alianza 57 vernichtete 222 Hektar Marihuana-Plantagen, 44 Lagerstätten, 5,25 Tonnen fertiger Drogen und eine geschätzte Produktionskapazität von 666 Tonnen in zwölf Tagen in den paraguayischen Departements Canindeyú und Caaguazú.

Gemeinsame Operation Paraguay-Brasilien zerstört 222 Hektar Marihuana-Anbau in Canindeyú und Caaguazú

Bei der Operation Nueva Alianza 57 wurden 222 Hektar Marihuana-Plantagen zerstört und 44 Lagerstätten in zwölf Tagen in den paraguayischen Departements Canindeyú und Caaguazú ausgehoben. Nach Angaben der Senad führte die koordinierte Aktion von Paraguay und Brasilien zudem zur Vernichtung von 5,25 Tonnen fertiger Drogen sowie einer geschätzten Produktionskapazität von 666 Tonnen.

Koordiniert wurde die Operation von der paraguayischen Nationalen Antidrogenbehörde (Senad) und der brasilianischen Bundespolizei. Beteiligt waren außerdem das Kommando für Innere Verteidigungsoperationen (CODI) der paraguayischen Streitkräfte, die paraguayische Luftwaffe sowie die Staatsanwaltschaft.

Die Einsatzkräfte führten Luft- und Bodenoperationen in bewaldeten Gebieten durch, wo sie Anbauflächen und Produktionsstätten entdeckten. Betroffen waren unter anderem Bosque Mbaracayú, Morombí, Caaguazú und die Estancia Pindó.

Die Produktionszahlen sind Schätzungen, die auf dem Potenzial der zerstörten Plantagen und den während der Operation gefundenen bereits verarbeiteten Drogen beruhen. Die 666 Tonnen entsprechen der geschätzten potenziellen Produktion der Plantagen, während 5,25 Tonnen als fertige Drogen gefunden wurden. Die Gesamtmenge von 671,25 Tonnen ist eine berechnete operative Schätzung und weder eine vollständige Beschlagnahmung noch ein Geldbetrag.

Die offizielle finanzielle Bewertung der Senad, berechnet auf Grundlage der Preise auf dem brasilianischen Markt, schätzt den Schaden für die kriminellen Organisationen auf 100.687.500 US-Dollar. Dieser Wert stellt entgangene Einnahmen dar, nicht sichergestellte Gelder.

Die Operation machte zudem die Überschneidung von illegalem Anbau und Naturschutzgebieten deutlich. Die Rodung von Flächen für den Marihuana-Anbau führt zur Abholzung und Schädigung der Ökosysteme. Die Zerstörung der Plantagen verringert daher sowohl die Produktionskapazität des Drogenhandels als auch den Druck auf Naturgebiete. Für Paraguay zeigt das Ergebnis die Herausforderung der Strafverfolgung beim Anbau in Schutzgebieten; offen bleibt, wie eine erneute Nutzung der Flächen verhindert werden soll.

Canindeyú und Caaguazú liegen in der Ostregion Paraguays und sind Teil eines Grenzgebiets, das von Marihuana-Produktion geprägt ist, die teilweise für den brasilianischen Markt bestimmt ist. Die Operation umfasste paraguayische Maßnahmen auf paraguayischem Territorium und die Zusammenarbeit der brasilianischen Bundespolizei.

Der veröffentlichte Bericht enthält keine Angaben zu Festnahmen, Waffenfunden oder der Identifizierung der für die Lagerstätten verantwortlichen Gruppen. Auch Maßnahmen zur Verhinderung einer erneuten Nutzung der zerstörten Flächen werden nicht detailliert beschrieben.

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Quellen (4)

Aktualisiert: 01.09.2026, 01:01