Guido González, Kandidat der ANR (Asociación Nacional Republicana) für das Bürgermeisteramt von Lambaré, erklärte, seine Verwaltung habe die Finanzen der Stadt geordnet. Lambaré gehöre damit zu den wenigen Gemeinden Paraguays, die während seiner Amtszeit keine neuen Bank-, Finanz- oder Genossenschaftskredite aufgenommen hätten.
Die Aussage fiel am Sonntag im Gespräch mit der Sendung En Detalles. González betonte, die wirtschaftliche und finanzielle Stabilität sei eines seiner zentralen Ziele gewesen. Diese Stabilität wolle er nutzen, um im Falle einer Wiederwahl in Infrastruktur zu investieren.
„Seit meiner Amtszeit schulden wir keiner Bank, keinem Finanzinstitut und keiner Genossenschaft etwas“, sagte er. Allerdings räumte der Kandidat ein, dass noch Verpflichtungen aus früheren Amtszeiten abgebaut werden müssten. Er wies zudem darauf hin, dass er einen Teil der Amtszeit des früheren Bürgermeisters Armando Gómez übernommen habe und seit über fünf Jahren die Stadtverwaltung leite.
Für eine mögliche zweite Amtszeit kündigte González an, vor allem die Straßen Lambarés verbessern zu wollen. Die Stadt könne monatliche Raten von bis zu 300 Millionen Guaraní bedienen, ohne die öffentlichen Finanzen erneut zu belasten. „Ich weiß, was die Stadt monatlich leisten kann, und werde sie nicht mit diesen Krediten überfordern“, erklärte er.
González erklärte, er wolle die nach eigener Darstellung wiedergewonnene finanzielle Leistungsfähigkeit für neue Kredite zugunsten von Bauprojekten nutzen. Die Aussage über den buchhalterischen Status der Stadt machte González selbst während des Interviews; im veröffentlichten Material fanden sich jedoch keine unabhängigen Bilanzen oder Dokumente, die das Gesamtvolumen der Verpflichtungen aus früheren Amtszeiten oder den tatsächlichen Spielraum für neue Finanzierungen belegen.
González wies Vorwürfe der Opposition zurück, darunter Korruptionsvorwürfe. Er betonte, es gebe keine Elemente, die ihn verantwortlich machten, und forderte die Wähler auf, die Wahl als lokale Entscheidung zu betrachten – ohne die Bewertung der nationalen Regierung oder anderer Bürgermeister automatisch auf Lambaré zu übertragen.
„Die Bürger von Lambaré wissen genau, wie ich die Verwaltung übernommen habe, wie sie heute dasteht und was ich in dieser Zeit erreicht habe“, sagte er. Der Kandidat hofft, dass dieser Vergleich bei der Wahl honoriert wird, und präsentiert die Sanierung der Stadtfinanzen als sein wichtigstes Wahlkampfargument.
