Das Instituto de Previsión Social (IPS) in Paraguay hat ein neues digitales Tool eingeführt, mit dem Versicherte online die Verfügbarkeit von Medikamenten in Echtzeit abfragen können, bevor sie eine Einrichtung aufsuchen. Der Service ist bereits landesweit verfügbar und kann ausschließlich über die Webplattform Mi IPS genutzt werden – entweder mit den üblichen Zugangsdaten oder über die Elektronische Identität. Eine Nutzung über die mobile App ist derzeit noch nicht möglich.
Um das System zu nutzen, wählt der Nutzer im Bereich „Gesundheit“ der Plattform die Option „Medikamentenabfrage“ aus. Anschließend gibt er Filter wie den Namen des Medikaments und den Standort ein. Das System zeigt dann an, welche IPS-Apotheken das Produkt vorrätig haben. Ziel ist es, unnötige Wege zu vermeiden und den Zugang zu Medikamenten zu beschleunigen.
Darío Bagnoli, Leiter der IT-Abteilung des Zentralkrankenhauses, erklärte, das Tool solle eine schnelle und aktuelle Übersicht über die Verfügbarkeit von Arzneimitteln im gesamten Land bieten. Versicherte könnten so die nächstgelegene Einrichtung für die Abholung ermitteln.
Die Neuerung ist Teil des Ausbaus des virtuellen Krankenhauses des IPS, einer Telemedizin-Plattform für die Verwaltung von Rezepten und Registrierungen. Patienten, die eine virtuelle Sprechstunde in Anspruch nehmen, können bereits jetzt die Apotheke für die Medikamentenabholung anhand der verfügbaren Bestände auswählen. Wer eine Präsenzberatung wahrnimmt, erhält die Medikamente weiterhin direkt am Behandlungsort.
Während die Medikamentenabfrage bereits landesweit verfügbar ist, deckt das virtuelle Krankenhaus zunächst die Region Central ab. Eine schrittweise Ausweitung auf andere Landesteile ist geplant.
