Kommandant: Mehr als 200 paraguayische Polizisten nach Integritätsprüfungen entlassen

Der Kommandant der Nationalpolizei erklärt, dass mehr als 200 Polizisten nach Integritätsprüfungen und Lügendetektortests im jährlichen Beförderungsverfahren entlassen wurden. Eine offizielle Liste oder unabhängige Bestätigung lag nicht vor; das Nichtbestehen belegt für sich genommen weder Korruption noch ein Strafverfahren.

Kommandant: Mehr als 200 paraguayische Polizisten nach Integritätsprüfungen entlassen

Der Kommandant der Nationalpolizei, Generalmajor César Roberto Silguero Lobos, erklärte, dass mehr als 200 paraguayische Polizisten nach nicht bestandenen Integritätsprüfungen und einem Lügendetektortest entlassen wurden. Das Verfahren wird jährlich bei der Bewertung von Kandidaten für hierarchische Beförderungen eingesetzt. Eine offizielle Liste oder unabhängige Bestätigung der Zahl lag in den verfügbaren Berichten nicht vor.

Laut Silguero betrifft das Verfahren Beförderungsjahrgänge von 1992 bis 1995. Neben dem Lügendetektortest werden die dienstliche Laufbahn, die Disziplinarakte und das allgemeine Profil jedes Beamten berücksichtigt, bevor eine Beförderung genehmigt wird.

Silguero betonte, dass das Nichtbestehen der Prüfung allein weder Hinweise auf Korruption noch laufende Strafverfahren gegen die Beamten bedeute. Es handele sich um einen Integritätsfilter für die Beförderung. „Nach der Auswertung liegen die entsprechenden Berichte vor, und das gesamte Profil des Beamten wird anhand seiner Laufbahn, seiner Akte und der Integritätsprüfungen bewertet“, sagte er.

Der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Nationalpolizei, Kommissar Juan Fretes, erläuterte, dass das Verfahren körperliche Reaktionen wie Herzfrequenz und Blutdruck mittels Sensoren erfasst, ähnlich wie bei einem Elektrokardiogramm. Er berichtete, dass sein eigener Test im Jahr 2011 im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen für den damaligen Präsidenten Federico Franco Fragen zum Umgang mit vertraulichen Informationen umfasste.

Die verfügbaren Berichte klären weder, wie viele Beamte entlassen wurden, noch nennen sie die administrative Grundlage der einzelnen Maßnahmen. Daher lassen sich die institutionellen Auswirkungen auf Beförderungen, Personalbestand und rechtsstaatliche Verfahrensgarantien anhand der vorliegenden Informationen nicht bestimmen.

In Asunción veranstaltet die Nationalpolizei zudem das 11. Internationale Treffen zur Bekämpfung von Cyberkriminalität in Zusammenarbeit mit der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (Interpol). An der Tagung nehmen Polizisten aus der Region, Mitarbeiter der Abteilung für Internetkriminalität der Staatsanwaltschaft sowie Experten der Cybercrime-Abteilung teil, um über digitalen Betrug, Cyberangriffe und die Zusammenarbeit gegen transnationale kriminelle Organisationen zu diskutieren.

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Quellen (4)

Aktualisiert: 02.09.2026, 01:00