Das Konsortium Rutas del Este, bestehend aus dem spanischen Bauunternehmen Sacyr und dem paraguayischen Unternehmen Ocho A, hat seit 2022 etwa 374 Millionen US-Dollar für die Konzession der Autobahn PY02 im Osten Paraguays im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft (PPP) erhalten. Die Daten wurden von der Ministerin für öffentliche Bauvorhaben, Claudia Centurión, in dieser Woche in einer Anhörung im Senat vorgestellt.
Von der Gesamtsumme entfallen 244 Millionen US-Dollar auf den Aufgeschobenen Investitionsausgleich (PDI), ein Mechanismus, der das Konsortium für die Durchführung der Bauarbeiten entschädigt. Dieser Betrag macht fast die Hälfte der für den Ausbau der Autobahn vorgesehenen 517 Millionen US-Dollar aus und wird über 15 Jahre bis 2037 abgezahlt. Weitere 117,8 Millionen US-Dollar wurden für den Verfügbarkeitsausgleich (PPD) verwendet, der Betrieb und Wartung abdeckt, während 12,2 Millionen US-Dollar auf den verkehrsabhängigen Ausgleich (VVT) entfallen.
Centurión erklärte, dass die Mittel aus einem Treuhandfonds stammen, der durch die Mauteinnahmen von Ypacaraí und Nueva Londres gespeist wird. Wenn die Einnahmen nicht ausreichen, übernimmt der Staatshaushalt die Differenz. So stammten 2025 beispielsweise 80,2 % der Zahlungen an die Konzessionsfirma aus staatlichen Zuschüssen, obwohl die Ministerin angab, dass der öffentliche Anteil am Modell etwa 40 % betragen sollte. Diese Diskrepanz veranlasste Abgeordnete, Aufklärung über die Berechnungsmethode dieses Anteils zu fordern.
Der PPP-Vertrag sieht vor, dass Rutas del Este über die 30-jährige Konzessionsdauer insgesamt etwa 1,7 Milliarden US-Dollar erhält, ohne mögliche Nachträge. Trotz der bereits ausgezahlten Beträge bleiben kritische Abschnitte der PY02, wie die Kreuzung Pedrozo, ohne endgültige Lösungen und verzeichnen weiterhin tödliche Unfälle. Die Autobahn ist eine der meistbefahrenen des Landes und verbindet Asunción mit der Ostregion an der Grenze zu Brasilien.
