Der brasilianische Unternehmer Luciano Hang, Eigentümer der Megastore-Kette Havan, besuchte diese Woche Paraguay, um Investitionsmöglichkeiten im Land zu prüfen. Während seines Aufenthalts traf er sich mit Präsident Santiago Peña und anderen Amtsträgern und besuchte außerdem lokale Industriebetriebe und Einkaufszentren in Asunción.
Hang betonte in seinen sozialen Netzwerken, er sei von der wirtschaftlichen Entwicklung Paraguays beeindruckt, und nannte Faktoren wie niedrige Steuern, wirtschaftliche Freiheit und ein unternehmerfreundliches Umfeld. Er kündigte an, dass sein Unternehmen einen Plan ausarbeite, um die Eröffnung eigener Filialen im Land zu prüfen.
Derzeit arbeitet Havan bereits mit paraguayischen Maquiladoras zusammen, die Textilartikel für seine Läden in Brasilien produzieren. Der Unternehmer besuchte diese Fabriken während seiner Reise und lobte die Technologie und die Fähigkeiten der lokalen Arbeitskräfte.
Präsident Peña empfing Hang in der Präsidentenresidenz Mburuvicha Róga. In einer offiziellen Mitteilung hob die paraguayische Regierung hervor, dass das Interesse großer internationaler Konzerne das Vertrauen in das Land als Investitionsstandort widerspiegele.
Luciano Hang ist eine umstrittene Figur in Brasilien, bekannt für seine Unterstützung des Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro. Sein Unternehmen sah sich bereits mit Arbeitsgerichtsverfahren wegen Rassismus konfrontiert, und er selbst hat mehrere Klagen gegen kritische Journalisten angestrengt. Diese Aspekte wurden in den offiziellen Mitteilungen über den Besuch nicht erwähnt.
Mit 193 Filialen in Brasilien und einem Jahresumsatz von etwa 3,7 Milliarden US-Dollar betrachtet Havan Paraguay als strategischen Markt für seine Expansion, angezogen vom Wirtschaftswachstum von 4 % im ersten Halbjahr 2026 – der höchsten Rate in Lateinamerika.
