Operation Hawala: Zehn Festnahmen wegen Geldwäsche von 100 Millionen Real – Verbindung zu Al-Qaida wird untersucht

Die Operation Hawala hat zehn Personen wegen Geldwäsche von 100 Millionen Real für kriminelle Banden festgenommen und untersucht Hinweise auf eine Verbindung zu Al-Qaeda in der Region der Dreiergrenze.

Operation Hawala: Zehn Festnahmen wegen Geldwäsche von 100 Millionen Real – Verbindung zu Al-Qaida wird untersucht
KI-generierte Illustration.

Die Zivilpolizei von Rio de Janeiro hat gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft eine groß angelegte Razzia gegen ein Geldwäsche-Netzwerk durchgeführt, das mehr als 100 Millionen Reais (etwa 18 Millionen US-Dollar) aus Drogenhandel und dem Handel mit gefälschten Produkten bewegt hat. Die als "Operation Hawala" bezeichnete Aktion führte zu zehn vollstreckten Haftbefehlen sowie 37 Durchsuchungen und Beschlagnahmungen in den Bundesstaaten Rio de Janeiro, São Paulo, Minas Gerais und Paraná, einschließlich der Grenzstadt Foz do Iguaçu.

Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass das Netzwerk als Finanzdienstleister für große kriminelle Vereinigungen wie das Primeiro Comando da Capital (PCC), das Terceiro Comando Puro (TCP) und das Comando Vermelho (CV) fungierte. Die Struktur war darauf spezialisiert, die illegale Herkunft des Geldes durch Scheinfirmen, gestückelte Einzahlungen und aufeinanderfolgende, nicht nachvollziehbare Überweisungen zu verschleiern.

Einer der heikelsten Aspekte der Operation ist die Untersuchung einer möglichen internationalen Verbindung. Die Behörden haben Hinweise auf eine Verbindung zu einem Mitglied einer Finanzierungsstruktur der Terrororganisation Al-Qaida identifiziert. Die Ermittlungen prüfen eine Geschäftsbeziehung zwischen einem mit den Verdächtigen verbundenen Unternehmen und einem Finanzakteur, der aufgrund seiner mutmaßlichen Beteiligung an Al-Qaida unter Sanktionen des US-Finanzministeriums (OFAC) steht. Die Behörden betonten, dass dieser Zusammenhang noch analysiert und durch die forensische Auswertung der beschlagnahmten Materialien vertieft wird.

Zu den zehn Festgenommenen gehören Ali Alfakih, Kassem Zayoun und Daniel Yasser Zayoun. Die Sondereinheit zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (Gaeco) hat bereits Anklage gegen 22 Personen erhoben, deren Vermögenswerte gesperrt und Unternehmensbeteiligungen eingefroren wurden.

Die Maßnahmen in Foz do Iguaçu, einer strategischen Stadt im Dreiländereck zwischen Brasilien, Paraguay und Argentinien, umfassten fünf Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehle und unterstreichen die Rolle der Region als Drehscheibe für den zwischenstaatlichen und internationalen Fluss illegaler Gelder. Die Operation nahm ihren Ausgang von Ermittlungen zu einem Geschäft für gefälschte Produkte in Rio de Janeiro, die die Ermittler auf die Spur des komplexen Geldwäsche-Netzwerks führten.

Quellen (2)

Aktualisiert: 16.07.2026, 01:30