Ein als Anführer einer kriminellen Vereinigung identifizierter Brasilianer und seine Lebensgefährtin wurden aus Paraguay abgeschoben, nachdem sie in Pedro Juan Caballero, der Hauptstadt des Departements Amambay, festgenommen worden waren. Fábio Celso Oberoli (32), bekannt unter dem Spitznamen „Kamikaze“, und Tatiana Silva Ricarte (29) wurden am Dienstagabend in einem gepanzerten BMW-Pickup in den Straßen Dr. França und José Berges im Stadtteil Mariscal Estigarribia aufgegriffen.
Nach Erkenntnissen der Ermittler gilt Oberoli als einer der führenden Köpfe des Primeiro Grupo Catarinense (PGC), auch bekannt als Comando Catarinense. Die kriminelle Organisation ist im Drogenhandel aktiv und operiert im Süden Brasiliens. Die Abschiebung der beiden erfolgte am Mittwoch auf Antrag der paraguayischen Staatsanwaltschaft durch die Staatsanwältin Reinalda Palacios. Beide wurden der brasilianischen Bundespolizei übergeben.
Gegen Oberoli liegt ein Haftbefehl aus Brasilien vor, zudem eine noch nicht vollstreckte Verurteilung zu 21 Jahren, 8 Monaten und 19 Tagen Haft wegen Drogenhandels. Der Haftbefehl wurde im Januar 2025 vom Strafvollstreckungsgericht in Joinville im Bundesstaat Santa Catarina erlassen. Die Abschiebung wurde von der Nationalen Migrationsbehörde Paraguays in Zusammenarbeit mit den örtlichen Polizeibehörden durchgeführt.
