Paraguays Arbeitsmarkt wächst, aber 61,6 Prozent der Beschäftigten arbeiten informell

Der paraguayische Arbeitsmarkt wuchs im zweiten Quartal 2026, doch die Informalität erreichte 61,6 Prozent der nicht-landwirtschaftlichen Erwerbsbevölkerung, mit 1,75 Millionen Arbeitern ohne Sozialschutz.

Paraguays Arbeitsmarkt wächst, aber 61,6 Prozent der Beschäftigten arbeiten informell

Der paraguayische Arbeitsmarkt verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein Wachstum. Die nicht-landwirtschaftliche Erwerbsbevölkerung erreichte 2.845.646 Personen, ein Zuwachs von 128.745 Arbeitern im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025. Der größte Teil dieses Wachstums fand jedoch im informellen Sektor statt, der 1.753.316 Personen erreichte und damit 61,6 Prozent aller nicht-landwirtschaftlich Beschäftigten ausmacht.

Die formelle Beschäftigung stieg ebenfalls, von 1.032.683 auf 1.090.118 Arbeiter, ein Plus von 5,6 Prozent. Obwohl die prozentuale Wachstumsrate höher war, war die absolute Zahl der neuen informellen Stellen größer: 74.307 gegenüber 57.435 in der Formalität. Die Informalitätsrate in ländlichen Gebieten erreichte 72,4 Prozent und lag damit mehr als 13 Prozentpunkte über der städtischen Rate von 59 Prozent.

Laut der kontinuierlichen Haushaltsbefragung (Encuesta Permanente de Hogares Continua) des Nationalen Statistikinstituts (Instituto Nacional de Estadística, INE) gilt ein abhängig Beschäftigter als formal, wenn er in ein Rentensystem einzahlt, oder ein Selbstständiger, der im Einheitlichen Steuerzahlerregister (Registro Único de Contribuyentes) eingetragen ist. Die Informalität hingegen schränkt den Zugang zum Sozialschutz ein und verringert die Beitragsbasis des Landes.

Der quartalsweise Vergleich zeigt Schwächen: Zwischen dem ersten und zweiten Quartal 2026 stieg die informelle Beschäftigung um 98.136 Personen, während die formelle um 18.290 zurückging. Die Daten zeigen, dass der Arbeitsmarkt zwar in der Lage ist, Stellen zu schaffen, aber weiterhin Herausforderungen bestehen, um die Qualität der Beschäftigung zu verbessern und die Rentenabdeckung auszuweiten.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 03.08.2026, 01:31