Die Einfuhren von Landmaschinen nach Paraguay verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 ein deutliches Wachstum von 29,5 % und erreichten insgesamt 1.893 Einheiten im Wert von 177,4 Millionen US-Dollar. Die Daten wurden von der Paraguayanischen Kammer der Getreide- und Ölsaatenexporteure und -händler (Capeco) veröffentlicht.
Als Haupttreiber dieses Wachstums gilt die starke Entwicklung des Agrarsektors, insbesondere die Rekordernte von Sojabohnen in der Anbausaison 2025/2026. Ein weiterer entscheidender Faktor war die Aufwertung des Guaraní gegenüber dem US-Dollar, wodurch sich die lokalen Kosten für den Import von Geräten aus dem Ausland verringerten.
Die Traktoren führten die Käufe an: 1.097 Einheiten wurden importiert, was einem Anstieg von 44,5 % in der Menge und 44 % im Wert im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 entspricht und einem Gesamtwert von 75,3 Millionen US-Dollar. Den prozentual stärksten Zuwachs verzeichneten die Sprühgeräte mit einem Anstieg von 66,7 % auf 260 Einheiten im Wert von 36,5 Millionen US-Dollar.
Auch die Einfuhren von Sämaschinen entwickelten sich positiv: 324 Einheiten (plus 1,6 %) im Wert von 22,5 Millionen US-Dollar, was einem Wertzuwachs von 17 % entspricht. Im Gegensatz dazu waren Mähdrescher die einzige Kategorie mit einem Rückgang: Die Menge sank um 7 % auf 212 Einheiten, der Wert verringerte sich um 18 % auf 43,1 Millionen US-Dollar.
Auch der internationale Rohstoffmarkt wurde hervorgehoben. Im ersten Halbjahr lag der durchschnittliche Preis für Brent-Öl bei 86,6 US-Dollar pro Barrel, ein Anstieg von 22,4 % im Jahresvergleich, während der WTI-Preis bei 82,1 US-Dollar pro Barrel lag und um 21,7 % stieg. Gleichzeitig wurden 951,6 Millionen Liter Dieselkraftstoff importiert, ein Volumen, das 2,3 % über dem des Vorjahres lag. Der durchschnittliche Importpreis stieg auf 0,9 US-Dollar pro Liter, verglichen mit 0,6 US-Dollar im Vorjahr.
