Peña verteidigt Bergbau im Nationalpark Chaco und löst Debatte über Entwicklung aus

Präsident Santiago Peña befürwortet ein Projekt, das Bergbau im Nationalpark Médanos del Chaco erlaubt und damit eine Debatte zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz auslöst.

Peña verteidigt Bergbau im Nationalpark Chaco und löst Debatte über Entwicklung aus
KI-generierte Illustration.

Präsident Santiago Peña hat sich für die Erschließung der mineralischen Ressourcen im paraguayischen Untergrund ausgesprochen und unterstützt ein Gesetzesvorhaben, das Forschungsaktivitäten im Nationalpark Médanos del Chaco erlauben würde. Der Vorschlag, der derzeit in öffentlichen Anhörungen in der Abgeordnetenkammer, dem Unterhaus des paraguayischen Kongresses, geprüft wird, spaltet die Meinungen und stößt auf starken Widerstand von Umweltgruppen.

Peña erklärte, Paraguay könne seine Entwicklung nicht nur auf Landwirtschaft und Viehzucht beschränken und müsse das Vorhandensein von Reichtümern wie Gas, Lithium und Uran untersuchen. Er nannte Chile und Bolivien als Beispiele für Länder, die von der Erschließung ihrer natürlichen Ressourcen profitiert hätten, und erwähnte die Möglichkeit, in Zukunft Projekte der friedlichen Nutzung der Kernenergie zu entwickeln. Der Präsident bekräftigte zudem die Idee, ein Ministerium für Bergbau und Energie zu schaffen, um die Politik für diesen Sektor zu steuern.

Unterdessen warnen Umweltorganisationen davor, dass die Genehmigung von Bergbau innerhalb des Nationalparks einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen und das System der Schutzgebiete schwächen würde. Sie argumentieren, dass das einzigartige Ökosystem der Médanos del Chaco mit seinen Dünen und seiner Biodiversität über jedem wirtschaftlichen Interesse bewahrt werden müsse, da der Hauptzweck des Parks der dauerhafte Schutz sei.

Die Debatte geht über die mineralische Frage hinaus und stellt zwei Entwicklungskonzepte gegeneinander: eines, das natürliche Ressourcen als Chance für Energiesicherheit und Wirtschaftswachstum sieht, und ein anderes, das den umfassenden Schutz des ökologischen Erbes verteidigt. Für die Abstimmung im Plenum der Abgeordnetenkammer steht noch kein Termin fest.

Quellen (1)

Aktualisiert: 25.07.2026, 10:12