Polizei beschlagnahmt Sprengstoff, der bei Megaüberfall auf Banken in Santa Rita verwendet wurde

Brasilianische Behörden beschlagnahmten am Freitagabend, dem 20., Sprengstoff mit Zündschnur, der beim Megaüberfall auf Banken am 16. Juni in Santa Rita, Paraguay, verwendet worden sein soll. Die Maßnahme erfolgte im Rahmen einer gemeinsamen Operation in der Grenzregion, bei der zwei Verdächtige festgenommen und zur Bundespolizei nach Foz do Iguaçu gebracht wurden.

Polizei beschlagnahmt Sprengstoff, der bei Megaüberfall auf Banken in Santa Rita verwendet wurde
KI-generierte Illustration.

Brasilianische Behörden beschlagnahmten am Freitagabend, dem 20., einen Teil des mutmaßlichen Sprengstoffmaterials, das beim Megaüberfall auf Banken am Dienstag, dem 16., in Santa Rita im Departamento Alto Paraná verwendet wurde. Die Beschlagnahme erfolgte während einer Patrouille im Grenzgebiet und führte zur Festnahme von zwei Insassen eines Hyundai Santa Fe, die zur Bundespolizei nach Foz do Iguaçu gebracht wurden.

Die gemeinsame Operation umfasste die Integrierte Einsatztruppe zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (FICCO/PR), das Grenzpolizeibataillon (BPFron), das Bombenentschärfungskommando des BOPE sowie das 14. Bataillon der Militärpolizei von Itaipulândia im Bundesstaat Paraná. Gegen 22:53 Uhr entdeckten die Einsatzkräfte das Fahrzeug in verdächtiger Weise in einem ländlichen Gebiet nahe der Grenze im Stadtteil San José do Itavó, einer Region, die für Schmuggel, Drogen- und Waffenhandel bekannt ist.

Zunächst wurde bei den Insassen nichts Illegales gefunden. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs entdeckten die Polizisten jedoch eine Tasche auf dem Rücksitz, die ein Material mit Eigenschaften einer Sprengstoffemulsion enthielt, das offenbar bereits mit einem Zündschnur versehen war. Aufgrund der Gefahr wurde das Protokoll für Zwischenfälle mit Sprengstoffen aktiviert und das Bombenentschärfungskommando aus Curitiba hinzugezogen, das vor Ort technische Maßnahmen durchführte.

Die beiden Verdächtigen wurden zur Bundespolizei in Foz do Iguaçu gebracht, wo auch ein Mobiltelefon beschlagnahmt wurde. Die Ermittlungen versuchen nun, Herkunft, Verbleib und mögliche Verbindungen des Materials zu kriminellen Organisationen in der Grenzregion zu klären.

Der Megaüberfall ereignete sich in der Nacht zum Dienstag, dem 16., und richtete sich gegen die Banken GNB, Familiar und Ueno sowie das Wechselbüro Santa Rita Cambios im Zentrum von Santa Rita. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf etwa 3 Milliarden Guaraní und 100.000 US-Dollar, die bislang nicht zurückerlangt wurden. Es gab Festnahmen und sichergestellte Beweismittel, doch das geraubte Geld bleibt verschwunden.

Quellen (2)

Aktualisiert: 21.06.2026, 08:42