Präsident Santiago Peña unterzeichnete am Mittwoch (20. August) das Dekret Nr. 6601, mit dem der Nationalfeiertag am 29. September, der an die Schlacht von Boquerón erinnert, auf Montag, den 28. September 2026, verlegt wird. Die Maßnahme stützt sich auf das Gesetz Nr. 7544/2025, das die Verlegung von Feiertagen zur Förderung wirtschaftlicher und touristischer Ziele erlaubt.
Der Feiertag ehrt eine der entscheidenden Schlachten des Chacokriegs (1932–1935), eines Konflikts zwischen Paraguay und Bolivien um die Region Gran Chaco. Das Dekret bezeichnet das Datum als „von großer Bedeutung für die paraguayische Identität“ und als Gelegenheit, den Veteranen des Krieges zu gedenken.
Die Regierung argumentiert, dass die Verlegung „mehr touristische und wirtschaftliche Aktivitäten“ im Landesinneren auslösen und Familienzusammenkünfte für Paraguayer erleichtern werde, die Angehörige außerhalb der Hauptstadt haben. Da der Feiertag ursprünglich auf einen Dienstag fällt, entsteht so ein langes Wochenende.
Das Dekret sieht Ausnahmen für systemrelevante Dienste vor. Mitarbeiter in Notfallmedizin und Dialysezentren haben keinen freien Tag, und geplante Arzttermine oder Operationen müssen innerhalb von sieben Tagen verlegt werden. Ausgenommen sind zudem Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, deren Arbeit für die Gemeinschaft, den Außenhandel oder die Steuererhebung unverzichtbar ist.
