SENAD vernichtet bei Einsatz in Amambay mehr als zehn Tonnen Marihuana – Quellen widersprechen sich bei Beschlagnahmungen und Festnahmen

Das paraguayische Nationale Sekretariat für Drogenbekämpfung (SENAD) vernichtete bei Einsätzen in Capitán Bado und Karapa’i mehr als zehn Tonnen Marihuana. Dabei wurden Waffen, mehr als hundert Geschosse und Verarbeitungsausrüstung beschlagnahmt; bei Saatgut, Fahrzeugen, dem geschätzten Wert und der Zahl der Festnahmen weichen die offiziellen Angaben voneinander ab.

SENAD vernichtet bei Einsatz in Amambay mehr als zehn Tonnen Marihuana – Quellen widersprechen sich bei Beschlagnahmungen und Festnahmen

Das Nationale Sekretariat für Drogenbekämpfung (SENAD) vernichtete mehr als zehn Tonnen Marihuana und nahm bei Maßnahmen gegen Strukturen des Drogenhandels in Capitán Bado und Karapa’i im Departement Amambay mehrere Personen fest. Die Einsätze umfassten vier Durchsuchungsbeschlüsse in ländlichen Anwesen der Kolonie Aguará Veve sowie eine Kontrolle im öffentlichen Straßenraum.

In den Anwesen von Aguará Veve wurden 3.260 Kilogramm gepresstes Marihuana vernichtet und Ausrüstungsgegenstände beschlagnahmt, die mit der Verarbeitung von Cannabis-Konzentraten des Typs ICE in Verbindung standen. Außerdem wurden Gefriertruhen, Waagen, Behälter, Butangasflaschen und eine Raffinerie- beziehungsweise Verarbeitungsmaschine gefunden. Auch Lager und Teile der illegalen Infrastruktur wurden vor Ort zerstört.

Bei der Menge des Saatguts widersprechen sich die offiziellen Angaben: Eine nennt 6.500 Kilogramm, eine andere 6,5 Kilogramm. Da sich die Abweichung anhand der verfügbaren Daten nicht auflösen lässt, ist die insgesamt genannte Menge von 10.132 Kilogramm mit Vorsicht zu behandeln. Darin enthalten sind auch 342,5 Kilogramm zerkleinertes Marihuana, die separat in Karapa’i beschlagnahmt wurden, sowie 30 Kilogramm Marihuana des Typs ICE.

Bei der Kontrolle in Karapa’i stoppten die Einsatzkräfte einen Kleintransporter, der das zerkleinerte Marihuana beförderte, und beschlagnahmten außerdem ein Industriesieb. Das Material wurde aus dem Verkehr gezogen, befand sich jedoch außerhalb der ländlichen Anwesen von Aguará Veve.

Auch bei den Festnahmen weichen die Angaben voneinander ab. Die SENAD nannte fünf Verdächtige: Olivio Acosta López, 23 Jahre alt, Jorge René Barúa Miñarro, Héctor Sanabria, Javier Galeano und Bernardo Jara. Der Bericht, der die vier Durchsuchungsbeschlüsse in Aguará Veve im Einzelnen beschreibt, bestätigt jedoch vier Festnahmen und nennt Barúa Miñarro, Sanabria, Galeano und Jara. Unter welchen Umständen die fünfte Festnahme erfolgte, wird nicht erläutert. Die Ermittlungen liegen in der Verantwortung der Staatsanwaltschaft.

Zu den beschlagnahmten Waffen gehörten eine Schrotflinte, ein Gewehr und zwei Revolver. Außerdem wurden mehr als hundert Geschosse verschiedener Kaliber sichergestellt. Auch die Zahl der Fahrzeuge variiert zwischen den Berichten: Einer nennt sechs Fahrzeuge, ein anderer führt einen Kleintransporter, einen Pick-up, einen Pkw und drei Motorräder auf.

Der Einsatz wurde von Beamten der Regionalabteilung Nr. 1 der SENAD mit Sitz in Pedro Juan Caballero sowie von Spezialeinheiten durchgeführt. Die Staatsanwaltschaft begleitete die Maßnahmen unter der Koordination der Antidrogenstaatsanwältin Rossana Coronel. Einer der offiziellen Berichte bezifferte den den kriminellen Strukturen zugefügten Schaden auf 490.000 US-Dollar. Angesichts der Abweichungen bei einem Teil der Beschlagnahmungen ist dieser Betrag als institutionelle Schätzung zu verstehen.

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Quellen (2)

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