Senator Gustavo Leite hat offiziell am Mittwoch seinen Sitz im Senat wieder eingenommen, nachdem er elf Monate lang als paraguayischer Botschafter in den Vereinigten Staaten tätig war. Seine Rückkehr wurde vom Präsidenten des Kongresses, Basilio „Bachi“ Núñez, formalisiert, der ihn als eine „wichtige Verstärkung“ für die Regierungsfraktion begrüßte.
Bei seinem Wiederauftritt im Plenum verteidigte Leite seine diplomatische Amtsführung und erklärte, er habe daran gearbeitet, den Namen Paraguays zu stärken und eine Partnerschaftsbeziehung mit Washington aufzubauen. Er hob Treffen mit 15 amerikanischen Gesetzgebern von beiden Parteien hervor und versicherte, dass seine Arbeit zukünftige Investitionen, Handelsabkommen und Bildungskooperationen mit Elite-Universitäten einbringen werde.
Der Senator erwähnte auch ein etwa zehnminütiges Treffen mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, das er als „eine der bereicherndsten Begegnungen“ seines Lebens bezeichnete. Über den Inhalt des Gesprächs vermied Leite Details preiszugeben und versprach, diese erst in der Zukunft zu enthüllen. Er bestätigte nicht, ob das Thema der Sanktionen gegen den Ex-Präsidenten Horacio Cartes angesprochen wurde.
Die Opposition kritisierte die kurze diplomatische Mission hingegen scharf. Senator Rafael Filizzola von der Partido Democrático Progresista (PDP) bezeichnete sie als „sehr teuren Urlaub auf Staatskosten“ und schätzte die Kosten für die öffentlichen Kassen auf über 2 Milliarden Guaraníes, ohne sichtbare konkrete Ergebnisse für das Land. Filizzola wies auch die Darstellung zurück, die Aufhebung der US-Sanktionen gegen Cartes stelle eine „historische Wiedergutmachung“ dar, und argumentierte, es handelte sich um eine politische Entscheidung, die privaten Interessen gedient habe.
Neben der Verteidigung seiner diplomatischen Agenda erklärte Leite, er habe seine Zeit in den Vereinigten Staaten auch für Überlegungen zur Haushaltslage Paraguays genutzt und sei zu dem Schluss gekommen, dass „das Geld ausgegangen ist“. Er forderte Kürzungen von 400 Millionen US-Dollar bei überflüssigen Haushaltsausgaben und eine Umleitung der Mittel in Bereiche wie Gesundheit und Bildung.
