Stadtplanungshandbuch für Asunción sieht breite Gehwege und Fußgängerstraßen im historischen Zentrum vor

Asunción hat ein Stadtplanungshandbuch für das historische Zentrum vorgestellt, das breitere Gehwege, Fußgängerstraßen und gemeinsame Verkehrsflächen vorsieht. Das Handbuch soll die Gestaltung öffentlicher Räume im Rahmen eines städtischen Resilienzprojekts vereinheitlichen, das durch einen Kredit der Weltbank in Höhe von 100 Millionen US-Dollar finanziert wird.

Stadtplanungshandbuch für Asunción sieht breite Gehwege und Fußgängerstraßen im historischen Zentrum vor

Asunción hat ein Handbuch für städtisches Design im historischen Zentrum vorgestellt, das breitere Gehwege, Fußgängerstraßen und gemeinsame Verkehrsflächen für Menschen, Fahrräder und Fahrzeuge vorsieht. Das Dokument wurde am 13. August 2024 vorgestellt und soll die Gestaltung öffentlicher Räume im Stadtzentrum vereinheitlichen.

Das Handbuch definiert verschiedene Straßentypen. Auf Hauptverkehrsstraßen soll der Gehweg mindestens 1,20 Meter breit sein, empfohlen werden jedoch Gehwege von über zwei Metern, um Bäume pflanzen zu können. Die Fahrspuren für Fahrzeuge müssen mindestens drei Meter pro Spur umfassen. Zudem sind Modelle für Straßen mit nur einer Fahrspur, zweispurige Radwege von bis zu zwei Metern Breite und Trennstreifen von mindestens 0,35 Metern vorgesehen.

Ein weiteres Modell ist die „Koexistenzstraße“, die als einheitliche Fläche angelegt wird und mit Markierungselementen die verschiedenen Verkehrsbereiche trennt. Ziel ist es, Fußgänger und das architektonische Erscheinungsbild des Zentrums in den Vordergrund zu stellen, wobei eine Mindestfahrbahnbreite von 3,50 Metern erhalten bleibt. Vollständig für Fußgänger vorgesehene Straßen sollen in kommerziellen und administrativen Bereichen sowie auf wichtigen Fußgängerverbindungen eingesetzt werden. Fahrzeuge dürfen diese nur in Ausnahmefällen befahren; dabei muss ausreichend Platz für Einsatz- und Rettungsdienste bleiben.

Claudia Centurión, Ministerin für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC), erklärte, dass die Straße Palma eine Lösung mit niveaugleichen Gehwegen und Fahrbahnen erhalten soll. Das Handbuch legt zudem Kriterien für Kreuzungen fest, darunter Zebrastreifen, Sicherheitsmarkierungen und Kurvenradien, die mit den vorherrschenden Fahrzeugtypen vereinbar sind.

Die Umsetzung dieser Vorgaben hängt von den jeweiligen Projekten und Bauvorhaben ab. Das Dokument ist in Form austauschbarer Datenblätter gestaltet, sodass Anpassungen an neue Anforderungen und städtische Veränderungen möglich sind. Omar Cubas Fanego, im Februar 2025 Leiter der Exekutivdirektion des historischen Zentrums von Asunción, bezeichnete die Straße Chile als möglichen Fußgängerweg, der vier Plätze, Theater und Kulturzentren verbinden soll, darunter die Sanierung des ehemaligen Kinos Victoria.

Das Handbuch ist Teil des Projekts zur urbanen Resilienz der Küstenzone Asunción, das durch einen Kredit der Weltbank in Höhe von 100 Millionen US-Dollar finanziert wird. Das Programm umfasst Umsiedlungsmaßnahmen für Wohngebiete sowie Verbesserungen öffentlicher Räume im historischen Zentrum, im Parque Caballero, im Bereich Banco San Miguel und an der Bucht von Asunción. Zu den bereits durchgeführten oder laufenden Maßnahmen gehören die Plätze O’Leary und Uruguaya, deren Arbeiten vom Konsortium Palma ausgeführt werden.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 07.09.2026, 08:20