US-Investor beschwert sich bei US-Botschaft über angebliche Justizmanöver in Paraguay

Ein US-Investor hat der US-Botschaft in Paraguay angebliche Justizmanöver in einem Handelsstreit um die Zulassung des Medikaments Tirzepatida gemeldet, wie sein Anwalt Daniel Alarcón dem Sender El Observador Radio TV berichtete.

US-Investor beschwert sich bei US-Botschaft über angebliche Justizmanöver in Paraguay

Ein US-Investor hat bei der US-Botschaft in Asunción formell Beschwerde eingereicht und behauptet, Opfer von Justizmanövern in Paraguay zu sein. Der Fall betrifft einen Handelsstreit zwischen der Firma Bem Estar Clínica Estética SA und der Indufar Comercial e Industrial SA um die Zulassungs- und Vermarktungsrechte für das Medikament Tirzepatida 15 mg/2,4 ml.

Der Anwalt Daniel Alarcón, Vertreter der Investoren von Bem Estar, erklärte in einem Interview mit dem Sender El Observador Radio TV, die Klagen seien zur Verteidigung des Investors Darío Silva Junior eingereicht worden. Laut Alarcón umfasst die Strategie einen doppelten internationalen Weg: Vorstöße bei der US-diplomatischen Vertretung und Eingaben bei US-Gerichten. Ziel ist es, das anzufechten, was die Verteidigung als Verletzung verfahrensrechtlicher Garantien und des ordentlichen Rechtswegs im laufenden Verfahren in Paraguay bezeichnet.

Einer der Hauptschauplätze des Konflikts ist das Zivil- und Handelsgericht erster Instanz fünfter Turnus in Ciudad del Este unter der Verantwortung von Richterin Gabriela Noemí Ramírez Morínigo. Die Vertretung von Bem Estar hat eine Strafanzeige gegen die Richterin bei der Staatsanwaltschaft eingereicht und sie des angeblichen Vergehens der Rechtsbeugung beschuldigt. Einer der zentralen Streitpunkte ist der Erlass vom 10. August 2026, der einstweilige Verfügungen zugunsten von Bem Estar für gegenstandslos erklärte, was die Verteidigung als Entscheidung vor der Bestätigung der Zuständigkeit der Richterin und ohne ordentliches Verfahren bezeichnet.

Die Verteidigung stellt auch ein Schreiben desselben Tags an die Dirección Nacional de Vigilancia Sanitaria (DINAVISA), die Gesundheitsaufsichtsbehörde, in Frage, das angeblich die Aufhebung einer Innovationssperre zugunsten von Bem Estar verfügt habe.

Neben der Strafanzeige kündigte die Verteidigung des Investors an, weitere Schritte beim Richteranklageausschuss (JEM) und anderen Kontrollgremien vorzubereiten. Alarcón berief sich auch auf das UN-Übereinkommen gegen Korruption, das in das paraguayische Recht eingeflossen ist, und argumentierte, dass die lokalen Gerichte sowohl verfassungsrechtliche Garantien als auch geltende internationale Verträge beachten müssten. Die Kontroverse, die als Handelsstreit begann, betrifft nun direkt US-Institutionen und erhöht die Bedeutung und die möglichen Auswirkungen des Falls.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 24.08.2026, 01:00