Die Weltbank veröffentlichte im Juni ihren Bericht „Global Economic Prospects" und hob hervor, dass der Konflikt im Nahen Osten die globalen Rohstoffmärkte unter Druck setzt, insbesondere die Energiepreise. Diese Situation hat zu einer Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums geführt, das für 2026 auf 2,5 % prognostiziert wird, mit besonders negativen Auswirkungen auf Schwellenländer und Entwicklungsländer, die voraussichtlich das niedrigste Pro-Kopf-Einkommenswachstum seit der Pandemie verzeichnen werden.
Der Bericht warnt vor negativen Risiken, darunter eine Eskalation der Feindseligkeiten, neue Störungen auf den Rohstoffmärkten und zusätzliche geopolitische Spannungen. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die breitere Einführung künstlicher Intelligenz einige Wachstumsvorteile bringen könnte.
Für Schwellenländer und Entwicklungsländer hängt die Wachstumsverlangsamung mit steigenden Produktions-, Transport- und Lebensmittelkosten zusammen, die die Inflation in die Höhe treiben und die Kaufkraft schmälern. Die Weltbank erwartet jedoch eine künftige Erholung, angetrieben durch eine Mäßigung der Preise und eine Verbesserung des Welthandels.
In Lateinamerika und der Karibik wird ein moderates Wachstum erwartet, mit einer prognostizierten Expansion von 2,2 % für 2026 und einer Erholung auf 2,5 % im Jahr 2027. Im speziellen Fall Paraguays bleibt die Prognose der Weltbank trotz des herausfordernden internationalen Umfelds optimistisch: Das BIP-Wachstum wird für dieses Jahr auf 4,4 % geschätzt.
Andererseits dürfte die Region Naher Osten, Nordafrika, Afghanistan und Pakistan am stärksten negativ betroffen sein, während Südasien weiterhin das Gebiet mit dem dynamischsten Wirtschaftswachstum bleibt.
Die Weltbank warnt zudem vor anhaltenden Risiken wie Störungen auf den Rohstoffmärkten, finanziellen Spannungen, Unsicherheiten in der Handelspolitik und Klimakrisen, die die globale Wirtschaftslage in den kommenden Jahren beeinflussen könnten.