Zwei Verdächtige in Guairá wegen einer Serie mutmaßlicher schwerer Raubdelikte festgenommen

In Independencia im Departamento Guairá wurden zwei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, an mindestens vier schweren Raubdelikten beteiligt gewesen zu sein, die sich vor allem gegen deutsche Familien und Staatsangehörige richteten. Bei einer Durchsuchung wurden Waffen, Munition, Handys und Kleidung sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an.

Zwei Verdächtige in Guairá wegen einer Serie mutmaßlicher schwerer Raubdelikte festgenommen

In Independencia im Departamento Guairá wurden zwei Männer festgenommen, die im Verdacht stehen, an mindestens vier schweren Raubdelikten beteiligt gewesen zu sein. Die Ermittler prüfen, ob sie mit einer Serie mutmaßlicher schwerer Raubdelikte gegen deutsche Familien und Staatsangehörige in der Region in Verbindung stehen.

Der 36-jährige Derlis Gustavo Almada Benítez und der 44-jährige Blasido Paredes Ojeda wurden in einem Feldweg nahe der Ortschaft Santo Domingo im Bezirk Independencia aufgegriffen. Die Ermittlungen begannen, nachdem ein 40-jähriger deutscher Staatsbürger in der Ortschaft Santa Cecilia überfallen und ihm Bargeld sowie Mobiltelefone entwendet worden waren.

Aufgrund dieses Vorfalls stießen die Ermittler auf ein Anwesen, das mit Almada Benítez in Verbindung gebracht wird. Am Morgen des 28. August wurde dort auf Anordnung von Richter Porfirio Martínez López eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Die Staatsanwältin Rocío Rivas leitet die Ermittlungen wegen des Verdachts auf schweren Raub.

In dem Haus wurden Schusswaffen und selbstgebaute Waffen sichergestellt, darunter eine Pistole Kaliber .45, eine Taurus-Pistole, ein Revolver Kaliber .22 und ein selbstgebautes Gewehr Kaliber .22. Außerdem fanden die Beamten zwei Druckluftgewehre, eine taiwanesische Druckluftpistole, Waffenattrappen, Munition verschiedener Kaliber, Mobiltelefone, ein Tablet, eine 64-GB-Speicherkarte, eine SIM-Karte, ein Fernglas, einen Rucksack und Werkzeuge.

Unter den sichergestellten Kleidungsstücken befanden sich zwei Ninjamasken, Handschuhe, eine Militärbasecap, dunkle Hosen, ein grüner Pullover und eine schwarze Jacke. Aufnahmen von Überwachungskameras früherer Raubüberfälle könnten Übereinstimmungen mit den bei den Taten getragenen Kleidungsstücken aufweisen, doch diese Auswertung ist noch Teil der laufenden Ermittlungen.

Kommissar Jorge Mazzacotte, Leiter der Ermittlungsabteilung für Straftaten im Departamento Guairá, erklärte, dass einige Beweisstücke von Opfern früherer Überfälle wiedererkannt worden seien. Darunter befinde sich angeblich ein Druckluftgewehr, das aus einem Eisenwarengeschäft in Independencia entwendet worden war.

Die Ermittler prüfen zudem einen Überfall auf eine deutsche Familie in der Ortschaft 3 de Noviembre in Paso Yobái sowie einen weiteren Vorfall in einem Eisenwarengeschäft in der Kolonie Independencia. Neue Videoaufnahmen werden gesichtet, um zu klären, ob die Festgenommenen mit weiteren Straftaten in Verbindung stehen könnten.

Nach ihrer Festnahme wurden Almada Benítez und Paredes Ojeda zur medizinischen Untersuchung ins Bezirkskrankenhaus von Independencia gebracht und anschließend der 14. Polizeidienststelle in Melgarejo überstellt. Sie stehen weiterhin der Staatsanwaltschaft zur Verfügung. Die Vorwürfe müssen durch die weiteren Ermittlungen und eine mögliche Anklage noch erhärtet werden.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 02.09.2026, 01:00