Chaco muss binnen fünf Jahren mit Energieprojekten beginnen, um Engpässe zu vermeiden, warnt Cavialpa

Im paraguayischen Chaco müssen binnen fünf Jahren Projekte zur Stromerzeugung sowie zur Übertragung und Verteilung von Energie anlaufen, um Versorgungsengpässe zu vermeiden, warnt Paul Sarubbi, Präsident der Cámara Vial Paraguaya (Cavialpa), des paraguayischen Straßenbauverbands.

Chaco muss binnen fünf Jahren mit Energieprojekten beginnen, um Engpässe zu vermeiden, warnt Cavialpa

Um den paraguayischen Chaco zu einem Industriestandort zu machen, braucht es neben Straßen auch Energie, Trinkwasser, Abwasserentsorgung und städtische Dienstleistungen. Paul Sarubbi, Präsident der Cámara Vial Paraguaya (Cavialpa), des paraguayischen Straßenbauverbands, sagt, dem Land bleibe ein Zeitfenster von vier bis fünf Jahren, um Projekte zur Übertragung, Verteilung und Erzeugung von Strom anzustoßen, bevor es zu Versorgungsengpässen kommt.

Die Warnung steht im Zusammenhang mit dem Biozeanischen Korridor, einer Route, die den Atlantik und den Pazifik über Brasilien, Paraguay, Argentinien und Chile verbindet. Sarubbi zufolge sollte die Infrastruktur nicht allein dem Güterverkehr dienen. Ziel sei es, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, Industriebetriebe und Verarbeitungsanlagen anzusiedeln, die der landwirtschaftlichen und viehwirtschaftlichen Produktion innerhalb Paraguays mehr Wert hinzufügen.

Zu den strategisch wichtigen Orten, die er nannte, gehören Carmelo Peralta, Loma Plata, Filadelfia, Mariscal Estigarribia und Pozo Hondo. Die Energieversorgung ist ein Hindernis, denn bis Erzeugungsprojekte umgesetzt werden können, vergeht mehr als ein Jahr. „Wenn jemand die verfügbare Leistung erhöhen will, muss er heute mit der Arbeit beginnen“, sagte Sarubbi.

Der Verbandschef sprach sich außerdem für eine integrierte Planung von Energieversorgung, Wasserstraßen, Straßen, Brücken, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung aus. Nach den von ihm genannten Zahlen beläuft sich Paraguays Infrastrukturdefizit auf 30 Milliarden US-Dollar. Bei öffentlichen Investitionen von einer Milliarde US-Dollar pro Jahr wären rund 30 Jahre nötig, um diese Lücke zu schließen.

Sarubbi verwies zudem auf eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die vorschlägt, die Infrastrukturinvestitionen auf 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) anzuheben. Das entspräche jährlich etwa zwei bis 2,2 Milliarden US-Dollar. Dieses Ziel ist eine vom Verbandschef angeführte Empfehlung und kein bereits genehmigter Investitionsplan.

Das Thema wird beim Forum und der Ausstellung Cavialpa 2026 behandelt, die für den 20. Oktober im Großen Theater der Zentralbank von Paraguay in Asunción angesetzt sind. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Infrastruktur, die Leben verändert“.

Teilen WhatsApp Facebook LinkedIn

Quellen (8)

Aktualisiert: