Der Nationale Ärzteverband hat einen landesweiten Streik im öffentlichen Gesundheitswesen für den Zeitraum vom 24. bis 28. August angekündigt. Die Arbeitskampfmaßnahme wurde nach einer Versammlung am vergangenen Freitag beschlossen und hat als Hauptforderung eine Gehaltserhöhung für die Beschäftigten im öffentlichen Gesundheitsnetz.
Die Ärztin Rossana González, Generalsekretärin des Verbandes, erklärte, dass während der Streiktage nur Notfallbehandlungen in den öffentlichen Gesundheitseinrichtungen aufrechterhalten werden. Geplante Konsultationen und Operationen werden ausgesetzt.
González gab an, dass das derzeitige Gehalt eines Arztes im öffentlichen System 5 Millionen Guaraní beträgt und dass die Gehaltsanpassung in fast 15 Jahren minimal war. Im Jahr 2012 lag das Gehalt bei 4,6 Millionen Guaraní. Sie bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“ und warnte, dass „wir in ein paar Jahren das Mindestgehalt“ der allgemeinen Bevölkerung erreichen werden, das jährlich angepasst wird.
Die Verbandsvorsitzende kritisierte das Ausbleiben regelmäßiger Gehaltsanpassungen für Ärzte und argumentierte, dass dieselben wirtschaftlichen Faktoren, die die Bevölkerung betreffen – wie die Inflation – auch die Gesundheitsfachkräfte beeinflussen. Ihrer Aussage nach haben die Ministerien für Gesundheit und Wirtschaft keine Begründung für das Ausbleiben der Gehaltskorrektur vorgelegt und lediglich auf fehlende Mittel verwiesen.
