Der paraguayische Rechnungshof begründet Vermögenszuwachs des ehemaligen Bürgermeisters von Asunción

Der paraguayische Rechnungshof ist zu dem Schluss gekommen, dass das Vermögenswachstum des ehemaligen Bürgermeisters von Asunción, Óscar "Nenecho" Rodríguez, durch seine legalen Einkünfte gerechtfertigt ist, obwohl er mitten in Korruptionsskandalen zurückgetreten und wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt worden war.

Der paraguayische Rechnungshof begründet Vermögenszuwachs des ehemaligen Bürgermeisters von Asunción
KI-generierte Illustration.

Der paraguayische Rechnungshof (Contraloría General de la República, CGR) hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der er zu dem Schluss kommt, dass die Vermögenszunahme des ehemaligen Bürgermeisters von Asunción, Óscar "Nenecho" Rodríguez, gerechtfertigt sei. Das Finanzkontrollorgan stellte fest, es gebe eine "Entsprechung" zwischen den deklarierten Vermögenswerten und den legalen Einkünften, die Rodríguez während seiner Amtszeit erzielt habe.

Die Untersuchung analysierte die eidesstattlichen Vermögens- und Einkommenserklärungen des ehemaligen Stadtoberhaupts zwischen November 2021, als er das Amt antrat, und August 2025, dem Datum seines Rücktritts. Laut dem Rechnungshof stieg das Nettovermögen von "Nenecho" von 118 Millionen Guaraníes auf etwa 259,4 Millionen Guaraníes an, ein Zuwachs von rund 141,4 Millionen Guaraníes. In diesem Zeitraum habe er über 1,2 Milliarden Guaraníes an Einkünften aus dem öffentlichen Amt erhalten.

Die günstige Stellungnahme kommt in einem Kontext starker Kritik an der Amtsführung des Ex-Bürgermeisters zustande, der mitten im Skandal um die 500 Milliarden Guaraníes zurücktrat, der zur Intervention in der Stadtverwaltung führte. Rodríguez, der dem cartista-Flügel der Coloradopartei (ANR) angehört, wurde zudem im September 2024 wegen angeblichen Vertrauensbruchs und krimineller Vereinigung im Fall der sogenannten "Gold-Detergenzien" angezeigt.

Das Dokument des Rechnungshofs führt aus, dass die Rechtfertigung für die Vermögenszunahme unter anderem die Tilgung von Krediten in Höhe von 180,4 Millionen Guaraníes umfasst. Der derzeitige Rechnungshofpräsident, Camilo Benítez Aldana, war es, der ursprünglich die Intervention in der Stadtverwaltung von Asunción beantragt hatte, als Rodríguez noch im Amt war.

Quellen (1)

Aktualisiert: 28.07.2026, 01:30