Der Stopp der Rindfleischexporte aus Brasilien in die Europäische Union könnte das Angebot des Nachbarlands umlenken und den Wettbewerb für Paraguay in Chile und den USA verschärfen, während der Mercosur über die Aufteilung einer möglichen EU-Quote verhandelt.
Cámara Paraguaya de la Carne
Pytagua-Berichterstattung zu Cámara Paraguaya de la Carne.
Die zweijährige EU-Sperre für brasilianisches Rindfleisch wegen des Einsatzes von Substanzen, die nach europäischen Standards nicht zugelassen sind, eröffnet Paraguay Chancen auf dem europäischen Markt, könnte aber gleichzeitig den Wettbewerb in regionalen Absatzmärkten wie Chile verschärfen.
Der Mercosur hat noch keine Einigung über die Aufteilung der Exportquoten im Rahmen des Abkommens mit der Europäischen Union erzielt. Paraguay setzt sich für eine gleichmäßige Verteilung von 25 Prozent pro Mitgliedsland ein.
Paraguays Schlachtereien decken 2025 49,9 % des inländischen Rindfleischverbrauchs – ein Anstieg von mehr als 12 Prozentpunkten gegenüber 2023, als ihr Anteil bei 37,6 % lag.