Die Infrastrukturarbeiten für das neue Stadtviertel Bañado Tacumbú in Asunción sind zu 66 % abgeschlossen, doch der Bau der Wohnungen für über 2.500 Familien hat noch nicht begonnen. Das Projekt sieht ein geplantes Viertel in einem nicht überschwemmungsgefährdeten Gebiet vor, mit Versorgungsnetzen, Straßen, Gemeinschaftsflächen und einem Ökopark an der Laguna Yrupé.
Der Baufortschritt ist ungleichmäßig verteilt: Das Abwassernetz ist zu 91 % fertiggestellt, das Stromnetz zu 60 % und die Trinkwasserversorgung zu 37 %. Die Straßeninfrastruktur ist zu 61 % fertig, einschließlich Geländearbeiten, Straßenbau, Pflasterung, Gehwegen und Radwegen.
Die Arbeiten werden vom Konsortium TYCIV durchgeführt, mit technischer Bauüberwachung durch HYTSA Estudios y Proyectos S.A. Der Vertrag sieht eine Laufzeit von 21 Monaten vor und soll im März 2027 abgeschlossen sein. Zum Umfang gehören auch Grünflächen, öffentliche und gemeinschaftliche Einrichtungen sowie der Ökopark an der Laguna Yrupé.
Der Wohnungsbau befindet sich in einem separaten Verfahrensstadium. Die internationale öffentliche Ausschreibung Nr. 13/2026, durchgeführt vom Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC), hat 21 Angebote erhalten und wird derzeit geprüft. Das Verfahren soll das Unternehmen bestimmen, das die nachhaltigen Sozialwohnungen errichten wird, die mit unterschiedlichen Modellen in das geplante Viertel integriert werden.
Der Fortschritt bei den Versorgungsnetzen und Straßen bedeutet noch nicht, dass die Umsiedlung abgeschlossen ist. Der Umzug der Familien hängt von der Bewertung der Angebote, der Auftragsvergabe und dem Bau der Wohnungen ab, zusätzlich zur Umsetzung des endgültigen Umsiedlungsplans.
Während die Ausschreibung geprüft wird, führen Sozialteams des MOPC Hausbesuche durch und aktualisieren die Daten der Anwohner. Ziel ist es, das künftige Umsiedlungsverfahren vorzubereiten und die Familien während der verschiedenen Projektphasen zu begleiten, die Teil des Programms zur Sanierung und zum Wohnungsbau im Bañado Tacumbú sind.
Das Vorhaben wird mit 100 Millionen US-Dollar von der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) finanziert. Für die Anwohner wird der nächste konkrete Schritt die Auftragsvergabe für den Wohnungsbau sein: Ohne diesen bleibt die Infrastruktur eine Vorbereitung auf einen Umzug, dessen Wohnungsbau noch nicht begonnen hat.
