IPS-Prognose: Drei Beitragszahler pro Rentner bis 2050 – Reserven könnten bis 2046 aufgebraucht sein

Die versicherungsmathematische Prognose des Instituto de Previsión Social (IPS) zeigt, dass das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern von derzeit 9,6 auf etwa drei im Jahr 2050 sinken wird. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Reserven ab 2036 angegriffen und bis etwa 2046 vollständig aufgebraucht sein.

IPS-Prognose: Drei Beitragszahler pro Rentner bis 2050 – Reserven könnten bis 2046 aufgebraucht sein

Das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentnern des paraguayischen Sozialversicherungsträgers Instituto de Previsión Social (IPS) könnte bis 2050 von derzeit 9,6 auf etwa drei pro Leistungsempfänger sinken. Diese Prognose stellte José Velázquez, Leiter der versicherungsmathematischen Abteilung des IPS, vor, um die Auswirkungen der alternden Bevölkerung auf das Rentensystem zu erläutern.

Velázquez betonte, dass das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern zwar ein wichtiger Indikator sei, aber allein nicht die finanzielle Lage des Instituts bestimme. Entscheidend seien auch die Lohnhöhe, auf die Beiträge erhoben werden, sowie die Höhe der Renten. Aktuell erhalten etwa 78 % der Beitragszahler ein Einkommen in Höhe des Mindestlohns für die Kategorie „sonstige nicht näher bezeichnete Tätigkeiten“.

Die Schieflage zeigt sich bereits in den Zahlen des gemeinsamen Rententopfes des IPS. Die Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern decken die Leistungen nicht vollständig ab, sodass das System auf die Erträge der am Finanzmarkt angelegten Reserven zurückgreift. Bleiben die aktuellen Bedingungen unverändert und werden keine Korrekturmaßnahmen ergriffen, geht die zitierte versicherungsmathematische Studie davon aus, dass ab 2036 die gesamten Erträge der Reserven aufgezehrt werden. Ab diesem Zeitpunkt würde das Institut beginnen, das Kapital selbst anzugreifen, mit der Möglichkeit eines vollständigen Verbrauchs bis etwa 2046.

Über 70 % der Rentner beziehen eine reguläre Altersrente mit Durchschnittsbeträgen zwischen 5 und 12 Millionen Guaraní. Der Vergleich zwischen diesen Auszahlungen und den Beiträgen wird durch das niedrige Lohnniveau eines Großteils der Arbeitnehmer erschwert. Daher beseitigt selbst das aktuelle Verhältnis von 9,6 Beitragszahlern pro Rentner den finanziellen Druck nicht.

Die demografische Entwicklung verschärft die Herausforderung. Bei Männern im Alter von 60 Jahren steigt die durchschnittliche weitere Lebenserwartung von derzeit geschätzten 20 Jahren bis Ende 2050 auf 22,6 Jahre. Bei Frauen erhöht sie sich von etwa 23 auf 25,5 Jahre. Das bedeutet, dass Renten über längere Zeiträume finanziert werden müssen, während die proportionale Basis der Beitragszahler schrumpft.

Als eine der diskutierten Maßnahmen gilt die schrittweise Ausweitung des Berechnungszeitraums für die Rente, der bereits von 36 auf 120 Monate verlängert wurde. Velázquez bezeichnete diese Änderung als Korrektur, betonte jedoch, dass sie allein das strukturelle Problem des Rentensystems nicht löse.

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Quellen (1)

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